Wittenberge startet Bürgerumfrage zur Zukunft der städtischen Mobilität
Wittenberge: Bürgerumfrage zur Mobilitätszukunft gestartet

Wittenberge startet Bürgerumfrage zur Zukunft der städtischen Mobilität

Die Stadt Wittenberge hat eine umfassende Online-Umfrage zur Mobilität der Bürger gestartet. Diese Befragung ist ein zentraler Baustein bei der Erarbeitung eines strategischen Fokuskonzepts Mobilität, das seit Februar 2025 gemeinsam mit dem Dienstleister „Energielenker“ aus Münster entwickelt wird. Das Konzept soll die Verkehrs- und Mobilitätsangebote in Wittenberge ganzheitlich betrachten und zukunftsorientierte Maßnahmen definieren.

Umfrage als wichtiger Beteiligungsschritt

Die Online-Umfrage ist vom 5. März bis zum 5. April 2026 über die städtische Beteiligungsplattform auf wittenberge.de unter den Menüpunkten Bürgerbeteiligung/Umfrage Mobilität erreichbar. Die Beantwortung der Fragen dauert etwa zehn Minuten. Laut Stadtverwaltung zielt die Umfrage darauf ab, das Mobilitätsverhalten der Bürger besser zu verstehen sowie bestehende und absehbare Probleme im Verkehrsbereich zu identifizieren. Die Ergebnisse sollen helfen, Prioritäten zu setzen und bedarfsgerechte Maßnahmen zu planen.

Die Auswertung der Umfrage erfolgt schriftlich und soll voraussichtlich im Mai 2026 veröffentlicht werden. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in das Fokuskonzept Mobilität ein. Stadtsprecher Martin Ferch betonte, dass die Beteiligung der Bevölkerung ein wesentlicher Bestandteil des gesamten Planungsprozesses sei.

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Vorangegangene Veranstaltung mit geringer Resonanz

Bereits am 4. November des vergangenen Jahres fand im Rathaus eine Informationsveranstaltung mit anschließendem Workshop statt. Allerdings nahmen daran lediglich acht Bürger teil. Die dort gesammelten Hinweise, Anregungen und Wünsche sollen dennoch in die weitere Maßnahmenentwicklung einbezogen werden. Bei dieser Veranstaltung präsentierten die „Energielenker“ Berechnungen zu Fahrtzeiten, die bei genauerer Betrachtung Fragen aufwarfen.

So wurden beispielsweise die Fahrtzeiten vom Wittenberger Bahnhof zu anderen Bahnhöfen in der Umgebung verglichen, wobei die Experten angaben, dass der öffentliche Nahverkehr deutlich schneller sei als das Auto. Allerdings berücksichtigten diese Berechnungen weder die Anfahrt von der Wohnung zum Bahnhof noch die Weiterfahrt vom Zielbahnhof in die jeweilige Stadt. Ebenso gab es Unklarheiten bei der Erfassung der Parkplatzsituation, da offenbar zahlreiche Parktaschen und Pendlerparkplätze am Bahnhof nicht einbezogen wurden.

Ziele des Mobilitätskonzepts und Förderung

Das Fokuskonzept Mobilität verfolgt das Ziel, eine sichere, barrierearme, klimafreundliche und faire Mobilität für alle Bürger Wittenberges zu schaffen. Zentrale Themen sind dabei die Erreichbarkeit, Lebensqualität, Nachhaltigkeit, technischer Fortschritt und Umweltschutz. Die Erstellung des Konzepts wird durch Bundesfördermittel unterstützt, wobei die Stadt Wittenberge einen Eigenanteil von 20 Prozent übernimmt.

Derzeit spielt der öffentliche Nahverkehr in Wittenberge nur eine untergeordnete Rolle, die meisten Fahrten werden mit dem Auto zurückgelegt. Das geplante Konzept soll hier langfristige Verbesserungen bewirken und den Verkehrsmittelmix, Fuß- und Radwege, Sharing-Angebote sowie die Auto- und Parksituation optimieren. Weitere Informationen zum Projekt finden Interessierte auf der Internetseite wittenberge.de unter den Menüpunkten Stadtplanung und Klimaschutz.

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