Zoff um Bozic-Abgang: Traditionsklub Chemnitz sauer auf Torjäger
Zoff um Bozic-Abgang: Chemnitz sauer auf Torjäger

Es kracht gewaltig beim Chemnitzer FC: Der Traditionsverein aus der 4. Liga verliert seinen Vize-Kapitän und Top-Torjäger Dejan Bozic (33) – und das mit viel Zoff. Der Deutsch-Serbe, der in dieser Saison 15 Tore erzielte und sechs Vorlagen beisteuerte, gab seinen Abschied am Dienstagabend überraschend selbst auf Instagram bekannt. In seinem Beitrag behauptete Bozic: „Leider wurde mir bis heute kein schriftliches Angebot unterbreitet.“ Der Verein widerspricht dieser Darstellung jedoch entschieden.

Vertragsdetails sorgen für Unstimmigkeiten

Nach Informationen von BILD hatte Sportdirektor Chris Löwe, ein ehemaliger Bundesliga-Profi, Bozic bereits vor rund vier Wochen mündlich mitgeteilt, dass er weiterhin eingeplant sei. Zudem legte der Verein ihm Mitte April ein neues Arbeitspapier bis 2028 vor, das eine weitere Option für ein Jahr sowie verbesserte Konditionen vorsah. Doch Bozic ging darauf nicht ein. Stattdessen meldete er sich für das Auswärtsspiel bei der VSG Altglienicke am 3. Mai krank – mutmaßlich, um zu verhindern, dass sich sein auslaufender Vertrag durch eine bestimmte Anzahl von Einsätzen automatisch verlängert. Der Verein bestätigt dies indirekt in einer Pressemitteilung: „Aufgrund verletzungs- und krankheitsbedingter Ausfälle im letzten Saisondrittel konnte diese Klausel letztlich jedoch nicht mehr wirksam werden.“

Verein kritisiert Verhalten des Spielers

Sportdirektor Löwe äußerte sich deutlich: „Leider ist Dejan auf dieses mündliche Angebot nicht eingegangen. Erst als klar war, dass die automatische Vertragsverlängerung aufgrund seines krankheitsbedingten Ausfalls beim Auswärtsspiel in Altglienicke nicht mehr greifen würde, hat sich sein Berater bei uns gemeldet und deutlich gemacht, dass eine weitere Zusammenarbeit nur mit einem erheblichen Gehaltssprung infrage kommt.“ Für den Verein war dies nicht akzeptabel. Löwe betont: „Wir müssen bei unserer Kaderplanung wirtschaftlich vernünftig handeln und gleichzeitig eine gesunde Balance innerhalb der Mannschaft bewahren. Deshalb waren die veränderten Forderungen für uns am Ende nicht darstellbar.“

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Der Chemnitzer FC reagierte mit scharfer Kritik an Bozics Vorgehen. In der Pressemitteilung heißt es: „Der Chemnitzer FC reagiert mit großem Unverständnis auf die Art und Weise der Kommunikation sowie die aus Sicht des Vereins einseitige öffentliche Darstellung.“ Geschäftsführer Tommy Haeder fügte hinzu: „Das Vorgehen von Dejan Bozic irritiert uns. Dieses Verhalten wird einem Vize-Kapitän nicht gerecht, der über fünf Jahre hinweg das Trikot unseres Vereins getragen hat und bei unseren Anhängern große Sympathien genießt.“

Zukunft ohne Bozic: Chance für den Verein?

Obwohl Bozic als herausragender Torjäger galt, hatte er Schwächen im Spiel gegen den Ball. Sollte der CFC tatsächlich in die 3. Liga aufsteigen wollen, müsste das Team defensiv kompakter agieren. Daher könnte sich der Abgang des Deutsch-Serben langfristig als richtig erweisen. Die Trennung erscheint nach dem Vertrauensverlust unausweichlich. Der Fall hat jedenfalls viel Staub aufgewirbelt.

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