Ludwigsluster Boxer Adam Khamidov für Deutsche Meisterschaften qualifiziert
Boxer Khamidov für Deutsche Meisterschaften qualifiziert

Comeback im Nachwuchsboxen: Ein Talent setzt ein starkes Zeichen

Nach seinem Coup beim Ostseepokal winkt die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften. Im Ostseebad Zinnowitz versammelten sich vor wenigen Tagen insgesamt 109 Boxerinnen und Boxer aus zahlreichen Landesverbänden sowie aus dem benachbarten Ausland, um beim 56. Internationalen Ostseepokal ihr Können im Ring unter Beweis zu stellen. Für die SG 03 Ludwigslust/Grabow e.V. waren ursprünglich Angelo Lukic und Adam Khamidov gemeldet. Der Start von Angelo Lukic musste jedoch krankheitsbedingt kurzfristig abgesagt werden, sodass Khamidov den Verein allein vertrat. Nach seinen Landesmeistertiteln in den Jahren 2023 und 2024 musste er 2025 ebenfalls krankheitsbedingt pausieren, meldete sich jedoch im März 2026 eindrucksvoll mit einem erneuten Titelgewinn zurück.

Erster Auftritt in neuer Gewichtsklasse

Beim renommierten U15-Turnier trat Khamidov erstmals in der Gewichtsklasse bis 54 Kilogramm an. Im Viertelfinale traf er auf Abubakar Aliev vom Team Brandenburg und konnte den Kampf souverän auf den Punktzetteln aller fünf Punktrichter für sich entscheiden. Dennoch war bereits zu diesem Zeitpunkt klar, dass die kommenden Aufgaben deutlich anspruchsvoller werden würden.

Im Halbfinale stand mit Jonas Neubert vom Boxverband Sachsen ein starker Gegner in der gegenüberliegenden Ecke. Nach einer ausgeglichenen und knappen ersten Runde steigerte sich Khamidov deutlich, gewann die zweite und dritte Runde und sicherte sich damit verdient den Einzug ins Finale. Dort wartete mit dem amtierenden litauischen Meister Arnoldas Bajelis eine besonders schwere Aufgabe. Dieser hatte im Halbfinale bereits den amtierenden deutschen Meister und Europameisterschaftsteilnehmer Arsen Galstjan aus dem Turnier geworfen. „Der Finalkampf wird besonders hart und nicht nur technisch, sondern auch über die Physis entschieden werden, da unser Gegner sehr druckvoll boxt und auch vor unsauberen Mitteln nicht zurückschreckt“, schätzte Trainer Aram Khachatryan die Situation ein.

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Sieg in intensivem Finalkampf

Der Finalkampf am Sonntag begann äußerst intensiv. Nach einer hart geführten ersten Runde lag der Litauer bei vier von fünf Punktrichtern vorne. In der zweiten Runde fand Khamidov jedoch immer besser in den Kampf, stellte sich taktisch klug auf seinen Gegner ein und konnte dessen druckvolle Angriffe zunehmend aus der Distanz kontrollieren sowie eigene klare Treffer setzen. Nach dieser Runde sahen vier Punktrichter den Kampf ausgeglichen, sodass die Entscheidung in der dritten Runde fallen musste. Der Litauer setzte erneut alles auf eine Karte und versuchte, den Kampf mit hohem Druck für sich zu entscheiden. Doch Khamidov hielt dem stand, fing die Angriffe immer wieder mit sauberen Kontern ab und brachte seine eigenen Gegenangriffe erfolgreich ins Ziel. Am Ende setzte er sich durch und durfte über den verdienten Turniersieg jubeln. Die intensive Vorbereitung nach den Landesmeisterschaften zahlte sich damit aus. Vor allem wenn man bedenkt, dass er sich mit diesem Titel die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften erkämpft hat.

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