Schock in Dänemark: Auf einer Bahnstrecke in Nordseeland sind am Morgen zwei Züge frontal zusammengestoßen. Dabei wurden insgesamt 17 Menschen verletzt, fünf von ihnen schweben in kritischem Zustand. Das bestätigten die Rettungsdienste am Mittwoch. Weitere zwölf Personen erlitten leichtere Verletzungen.
Noch kein genauer Überblick
Chefarzt Anders Damm-Hejmdal erklärte auf einer Pressekonferenz, dass die Zahlen noch nicht endgültig seien: „Wir haben noch keinen genauen Überblick darüber. Bei so einem Unglück werden Menschen herumgeschleudert und können sich auf viele unterschiedliche Weisen verletzen.“ Die Lokalbahnen waren auf der Strecke zwischen Hillerød und Kagerup frontal kollidiert.
Ermittlungen zur Unfallursache
Polizeikommissar Morten Pedersen sagte: „Wir können noch nichts zum Hintergrund des Unglücks sagen. Wir holen jetzt alle möglichen Informationen zum Unfallhergang ein, es wird jede Menge Ermittlungen geben.“ Die Behörden sind mit einem Großaufgebot vor Ort: sieben Rettungswagen, drei Krankentransporter, mehrere Notarztwagen und zahlreiche Polizeikräfte. Ein Militärhubschrauber brachte Patienten ins Krankenhaus. Glücklicherweise wurde niemand in den Zügen eingeklemmt. In Hillerød wurde ein Krisenzentrum für Fahrgäste und Angehörige eingerichtet.
Schweden bietet Hilfe an
Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson bot Dänemark Unterstützung an: „Ich habe mich heute Morgen bei Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen gemeldet und schwedische Hilfe im Umgang mit dem tragischen Zugunglück angeboten“, sagte er der Nachrichtenagentur TT. Die Bürgermeisterin der Kommune Gribskov, Trine Egetved, zeigte sich erschüttert: „Es darf nicht passieren, dass zwei Züge zusammenstoßen. Das ist schockierend und wir müssen sichergehen, dass es nie wieder passiert.“



