Rostock eröffnet neuen Studentenwohnheim-Komplex: 152 Plätze zum Fixpreis
In Rostock ist ein bedeutender Schritt zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarktes für Studierende getan worden. Das Studierendenwerk Rostock-Wismar hat jetzt in der Max-Planck-Straße 1–5 in der Südstadt den ersten Bauabschnitt eines umfangreichen Erweiterungsprojekts für studentisches Wohnen offiziell eröffnet. Nach einer Bauzeit von rund zweieinhalb Jahren konnten 152 neue Wohnheimplätze übergeben werden.
Pauschalmiete mit umfassender Inklusivleistung
Die neuen, achtgeschossigen Erweiterungen an den Häusern 4 und 5 bieten Plätze in Zwei- und Vierer-Wohngemeinschaften. Besonders hervorzuheben ist das Mietmodell: Für die Bewohner gilt eine Pauschalmiete, die nicht nur die Grundmiete, sondern auch Nebenkosten, Strom, Internet und die vollständige Möblierung der Zimmer umfasst. Nachzahlungen für Nebenkosten sind ausgeschlossen, was für Studierende eine hohe Planungssicherheit bedeutet.
„Die Nachfrage nach bezahlbarem studentischen Wohnraum ist seit Jahren ungebrochen hoch und hat sich zuletzt weiter verschärft“, erklärt Geschäftsführer Kai Hörig anlässlich der Eröffnung am 9. April. „Mit der heutigen Eröffnung schaffen wir nicht nur dringend benötigte Wohnheimplätze, sondern auch verlässliche und sozialverträgliche Wohnangebote für Studierende.“
Weitere Ausbaupläne bis 2028
Insgesamt sind in zwei Bauabschnitten 278 zusätzliche Wohnheimplätze in der Max-Planck-Straße geplant. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Angaben des Studierendenwerks auf rund 30 Millionen Euro, wobei auf den ersten Bauabschnitt etwa 16 Millionen Euro entfallen. Für den zweiten Abschnitt mit weiteren 126 Plätzen liegen bereits die Genehmigungen vor, die Kosten werden mit weiteren 14 Millionen Euro beziffert. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist bis Ende 2028 vorgesehen.
Kai Hörig betont die Herausforderungen: „Die Umsetzung eines solchen Bauvorhabens ist unter den aktuellen Rahmenbedingungen eine große Herausforderung“. Er verweist auf stark gestiegene Baukosten und die Notwendigkeit verlässlicher Förderstrukturen. „Umso dankbarer sind wir für die Unterstützung des Landes. Gleichzeitig zeigt sich, dass es auch künftig verlässliche, auskömmliche und spezifische Förderstrukturen braucht, um studentischen Wohnraum zu sozialverträglichen Mieten anbieten zu können.“
Entlastung für den Rostocker Wohnungsmarkt
Mit den neuen Plätzen soll der angespannte Wohnungsmarkt für Studenten in Rostock spürbar entlastet werden. Am Standort Max-Planck-Straße betreibt das Studierendenwerk bisher Wohnheime mit 528 Plätzen. Zusammen mit dem 2022 eröffneten Wohnheim in der Ulmenstraße wird der Bestand an studentischem Wohnraum in der Hansestadt kontinuierlich ausgebaut. Die Erweiterungsbauten bieten nicht nur Wohnraum, sondern auch Gemeinschaftsflächen, die das studentische Leben fördern.
Die Eröffnung wurde von prominenten Gästen begleitet, darunter Minister Christian Pegel, Ministerin Bettina Martin und Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger, was die politische Bedeutung des Projekts unterstreicht. Dieser Ausbau ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherung von bezahlbarem Wohnraum für die wachsende Studierendenschaft in Rostock.



