Forßmann-Klinikum Eberswalde investiert 800.000 Euro in modernisierte Endoskopie-Abteilung
800.000 Euro für Endoskopie-Modernisierung in Eberswalde

Modernisierung der Endoskopie-Abteilung im Forßmann-Klinikum Eberswalde

Das Werner-Forßmann-Klinikum Eberswalde hat als Schwerpunktversorger der GLG seine Endoskopieabteilung umfassend modernisiert und dabei eine Investition von rund 800.000 Euro getätigt. Diese umfangreiche Sanierung erfolgte über einen Zeitraum von sechs Monaten bei laufendem Betrieb, um die kontinuierliche Patientenversorgung in der Uckermark-Region sicherzustellen. Die Modernisierungsmaßnahmen konzentrierten sich insbesondere auf hochspezialisierte Medizintechnik und eine optimierte Infrastruktur, die ab sofort zur Stärkung der diagnostischen Sicherheit und Hygienestandards beitragen sollen.

Hochspezialisierte Technik für präzise Diagnostik

Bei einer Endoskopie, auch als Spiegelung bekannt, werden innere Organe wie Magen oder Darm mit einer winzigen Kamera an einem flexiblen Schlauch untersucht. Dieses Verfahren ermöglicht es den Ärztinnen und Ärzten, Krankheiten frühzeitig zu erkennen oder sogar kleinere Eingriffe direkt vorzunehmen, ohne dass größere operative Schnitte notwendig sind. Da die eingesetzten Instrumente dabei in direktem Kontakt mit dem Körperinneren stehen, spielen technische Präzision und höchste Hygienestandards eine entscheidende Rolle für den Behandlungserfolg und die Patientensicherheit.

Marita Schönemann, Verwaltungsdirektorin des Klinikums, betont die Bedeutung der oft unsichtbaren Hintergrund-Infrastruktur: „Unsere Infrastruktur ist für Außenstehende häufig nicht sichtbar, aber sie stellt eine zentrale Voraussetzung für Hygiene, Patientensicherheit und zukunftsfähige Versorgung dar.“ Eine wesentliche Grundlage für die Sanierung bildete der Bau einer neuen Druckluftanlage, die nicht nur Werkzeuge antreibt, sondern auch essenziell für die Reinigung und Trocknung der hochsensiblen Endoskope nach jeder Untersuchung ist.

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Digitale Überwachung und erweiterte Kapazitäten

Die bauliche Neugestaltung betraf insbesondere das Herzstück der Endoskopie-Abteilung: die Aufbereitungseinheit für flexible Endoskope (AEMP). Diese wurde sowohl räumlich als auch in ihrer Kapazität deutlich erweitert. Ein neu installiertes, lückenloses digitales Überwachungssystem dokumentiert nun jeden der fünf Reinigungsschritte der medizinischen Instrumente und gewährleistet damit höchste Transparenz und Qualitätssicherung im Hygieneprozess.

Die erfolgreiche Realisierung dieses anspruchsvollen Projekts während des laufenden Klinikbetriebs ist vor allem der exzellenten logistischen Abstimmung und dem außerordentlichen Engagement des gesamten Personals zu verdanken. Auch aus angrenzenden Fachbereichen gab es große Anerkennung für die geleistete Arbeit.

Wertschätzung aus dem Notfallzentrum

Dr. Dr. Sebastian Stenkamp, Chefarzt des benachbarten Notfallzentrums, äußerte sich beeindruckt über die Leistungsfähigkeit des Teams: „Es war bemerkenswert zu beobachten, wie die Kolleginnen und Kollegen trotz der zusätzlichen Belastungen durch die Bauphase jederzeit füreinander und für die Patienten da waren. Gerade für die Notfallmedizin stellt diese Verlässlichkeit einen unverzichtbaren Anker dar.“

Die modernisierte Endoskopie-Abteilung im Werner-Forßmann-Klinikum Eberswalde steht nun für eine verbesserte medizinische Versorgung in der Region Uckermark bereit. Durch die Investition in moderne Medizintechnik und optimierte Prozesse können Patientinnen und Patienten von höherer diagnostischer Präzision und verbesserten Hygienestandards profitieren, was langfristig zu einer Stärkung der Gesundheitsversorgung in Nordbrandenburg beiträgt.

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