Ein Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ sorgt für Angst und Unsicherheit unter den Passagieren. Drei Menschen, darunter eine Deutsche, sind bereits gestorben, mehrere weitere sind infiziert. Das Schiff liegt vor Kap Verde im Atlantik unter Quarantäne. Ein Passagier, der US-Reise-Influencer Jake Rosmarin, hat sich nun in einem Video zu Wort gemeldet und schildert die dramatische Situation.
Passagier berichtet von Unsicherheit
„Wir sind nicht nur eine Geschichte, wir sind nicht nur Schlagzeilen, wir sind Menschen. Menschen, mit Familien, mit einem Leben, zuhause warten Menschen auf uns“, sagt Rosmarin sichtlich mitgenommen. Er postete das Video vor zwei Tagen, als die Quarantäne bereits verhängt war. „Es herrscht viel Unsicherheit, das ist der schwerste Teil“, fügt er hinzu. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die rund 150 Passagiere angewiesen, in ihren Kabinen zu bleiben, um das Infektionsrisiko zu minimieren.
Hintergrund: Das Hantavirus
Hantaviren sind seltene, aber potenziell tödliche Erreger, die von Nagetieren übertragen werden. Eine Infektion äußert sich zunächst mit grippeähnlichen Symptomen und kann im schlimmsten Fall zu einem Lungenversagen führen. Wie das Virus an Bord gelangt ist, ist bislang ungeklärt. Die Gesundheitsbehörden ermitteln.
Weiteres Vorgehen: Evakuierung auf den Kanaren
Die „Hondius“ soll nun zu den Kanarischen Inseln fahren, wo das Schiff komplett evakuiert wird. Die Reise dauert laut Reederei etwa drei Tage. Die WHO stuft das öffentliche Gesundheitsrisiko als niedrig ein. Passagier Rosmarin geht es mittlerweile offenbar besser: Er postete auf seinem Kanal zwei Selfies und beteuerte, dass gut für ihn gesorgt werde.



