17 Einsätze in Krisenregionen: Heidi Angurias humanitäre Mission
Heidi Anguria, eine erfahrene Kinderkrankenschwester aus Norddeutschland, blickt auf eine beeindruckende Karriere bei Ärzte ohne Grenzen zurück. Seit ihrem ersten Einsatz im Jahr 1989 im ugandischen Distrikt Soroti hat sie insgesamt 17 humanitäre Missionen in verschiedenen Krisenregionen der Welt absolviert. Als eine von weltweit 67.000 Mitarbeitern der Organisation hat sie unzähligen Menschen in Not medizinische Hilfe gebracht.
Einsatz im größten Flüchtlingscamp der Welt
In den Jahren 2022 und 2023 übernahm Heidi Anguria eine besonders herausfordernde Aufgabe als medizinische Teamleiterin im größten Flüchtlingscamp der Welt auf der Halbinsel Cox's Bazar in Bangladesch. Dort leben etwa eine Million Rohingya, die vor der Gewalt in Myanmar geflohen sind, unter extrem prekären Bedingungen.
„Die Lebensumstände im Camp machen die Menschen krank“, erklärt Anguria. „Wir behandelten zahlreiche Fälle von Krätze, die sich aufgrund mangelnder Hygiene und fehlender Ressourcen wie sauberem Wasser, Seife und Matratzen rasend schnell ausbreitete. Zudem kämpften wir gegen Hepatitis C, Lungenentzündungen und andere Infektionskrankheiten.“
Vielfältige Erfahrungen in Konfliktgebieten
Die humanitäre Organisation Ärzte ohne Grenzen, die 1999 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, leistet seit über 50 Jahren medizinische Nothilfe in Konfliktgebieten, bei Epidemien und nach Naturkatastrophen. In etwa 70 Ländern unterstützt sie lokale Gesundheitssysteme.
Heidi Anguria hat in verschiedenen Ländern gearbeitet, darunter Uganda, Bangladesch, Sudan, Südsudan, Syrien, Nigeria und bei der Seenotrettung. „Jeder Einsatz ist einzigartig“, betont sie. „Im Südsudan beispielsweise bekämpften wir eine Epidemie der Tropenkrankheit Kala-Azar, die durch Sandfliegen übertragen wird und unbehandelt meist tödlich verläuft.“
Vortrag mit eindrucksvollen Bildern in Schwerin
Am 4. März 2026 wird Heidi Anguria ihre vielfältigen Erfahrungen in einem öffentlichen Vortrag im Campus am Turm (CAT) in Schwerin teilen. Beginn ist um 19 Uhr. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
Die engagierte Krankenschwester hat zahlreiche Fotos von ihren Einsätzen im Südsudan und Bangladesch mitgebracht, die sie während ihres Vortrags zeigen wird. „Wenn ich von einem Einsatz zurückkomme, brauche ich immer etwas Zeit, um wieder im norddeutschen Alltag anzukommen“, gesteht Anguria. „Die Erlebnisse und Begegnungen beschäftigen mich noch lange.“
Zusammen mit einigen Kollegen freut sie sich darauf, den Zuhörern eindrucksvolle Einblicke in die wichtige Arbeit von Ärzte ohne Grenzen zu geben und für die humanitäre Sache zu werben.



