Islamismus an Schulen: Eine wachsende Gefahr
In Berlin stellt der radikale Islam das größte politische Problem dar. Während die Regierung den Kampf gegen Rechtsextremismus aufgenommen hat, zeigt sie sich gegenüber dem Islamismus auffällig zurückhaltend. Diese Haltung ist umso besorgniserregender, da sich der radikale Islam zunehmend als Jugendbewegung ausbreitet, angetrieben durch Influencer auf Plattformen wie TikTok. Diese schüren Hass gegen Juden, Christen und alle, die sie als Ungläubige betrachten – einschließlich Muslime, die sich nicht den strengen Regeln unterwerfen.
Die Bundesregierung hat in der sogenannten MOTRA-Studie alarmierende Zahlen veröffentlicht: 45 Prozent der in Deutschland lebenden Muslime unter 40 Jahren zeigen eine Neigung zum Islamismus. Von diesen wiederum halten 23,8 Prozent einen islamischen Gottesstaat für die beste Staatsform. Diese Daten verdeutlichen das Ausmaß der Radikalisierung, die längst in den Schulen angekommen ist.
Mini-Islamisten im Klassenzimmer
Wolfgang Büscher, Sprecher der Berliner Arche, berichtet von besorgniserregenden Entwicklungen im Schulalltag. „Da wachsen kleine Hardcore-Muslime heran, Mini-Islamisten“, so seine Schilderung. Die Erzieher der Arche beobachten, dass Schüler, die sich nicht an die strengen Regeln des politischen Islam halten, ausgegrenzt, eingeschüchtert und sogar zum Übertritt zum Islam gedrängt werden. Besonders betroffen sind Schulen mit einem hohen Anteil arabischer Einwanderer aus Syrien, Gaza und dem Irak.
Diese Entwicklung ist für Lehrer an betroffenen Schulen nichts Neues, doch die Hilflosigkeit angesichts des Trends ist groß. Die Schulsenatorin Günther-Wünsch (CDU) hat im vergangenen Jahr eine Untersuchung zur Islamisierung an 450 Berliner Schulen in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse sollen im Sommer vorliegen. Das ist ein erster Schritt, aber bei weitem nicht ausreichend.
Wehret den Anfängen
Der Appell „Wehret den Anfängen“ wird oft im Kontext des Rechtsextremismus verwendet. Doch in Berlin ist der radikale Islam nach Einschätzung des Verfassungsschutzes das größere Problem. Während die Regierung den Kampf gegen Rechtsextremismus vehement führt, bleibt sie beim Islamismus seltsam zurückhaltend. Ein Beispiel: Die Berliner SPD hat auf Betreiben ihres Fraktionsvorsitzenden Raed Saleh einen Gedenktag gegen „antimuslimischen Rassismus“ durchgesetzt (14. März). Was jedoch fehlt, ist ein Gedenktag für die Opfer der radikal islamistischen Indoktrination.
Es ist an der Zeit, dass die Politik nicht nur redet, sondern handelt. Die Gefahr durch den Islamismus an Schulen ist real und nimmt zu. Wer die Anfänge nicht bekämpft, wird später mit den Folgen konfrontiert.



