Ines Lewandowski wünscht sich ein selbstbestimmteres Leben. Die 39-jährige Musikerin leidet seit ihrem 21. Lebensjahr unter Epilepsie und einer posttraumatischen Belastungsstörung. Diese Erkrankungen schränken sie im Alltag stark ein. Um wieder mehr Freiheit zu erlangen, hofft sie auf einen Assistenzhund, der ihr Sicherheit geben kann.
Musik als Lebensbegleiter
Die Musik ist eine Konstante in Ines Lewandowskis Leben. Schon als Straßenmusikerin in Neubrandenburg, Hamburg oder Rostock hat sie ihre Leidenschaft ausgelebt. Heute singt sie im Chor „Schallplatte“ auf dem Datzeberg. Dieser Chor ist eine bunte Gemeinschaft aus Menschen verschiedenster Hintergründe – Arbeitende, Kranke, Deutsche, Polen und Ukrainer im Alter von 20 bis 75 Jahren. „Hier treffen sich Menschen, die sich sonst kaum begegnen würden. Es wird sich ausgetauscht und unterstützt“, berichtet Chormitglied Fred Vespermann.
Ines Lewandowski kommt je nach Gesundheitszustand mit dem Rollstuhl oder Gehstock zu den Proben. Die gelernte Altenpflegerin lebt mit ihrer Mutter zusammen, die sie pflegt. „Ich möchte meiner Mutter und mir wieder mehr Freiheiten verschaffen“, sagt sie.
Die Hilfe eines Assistenzhundes
Ein Assistenzhund könnte Ines Lewandowski die nötige Sicherheit im Alltag bieten. Der Hund würde frühzeitig erkennen, wenn ein Krampfanfall droht, da er den aufkommenden Stress riechen und spüren kann. Er ist darauf trainiert, im Notfall einen Knopf zu drücken, um Hilfe zu holen. Bei Panikattacken durch die PTBS würde der Hund sie abschirmen, schützen und beruhigen. „Ich möchte nicht mehr auf der Bühne stehen und merken, dass etwas nicht passt. Der Hund würde es mir vorher anzeigen“, erklärt sie.
Mit dem Hund könnte auch ihre Mutter ausziehen und wieder ein eigenes Leben führen. „Es sind zwar nicht viele Aufgaben, die der Hund übernehmen müsste, aber es würde mein Leben wieder leichter machen“, so Ines Lewandowski.
Kosten und Spendenaufruf
Die Anschaffung eines Assistenzhundes ist jedoch teuer. Die Kosten liegen zwischen 5.000 und 40.000 Euro, je nachdem, ob der Hund bereits ausgebildet ist oder erst mit einem Trainer trainiert wird. Um diesen Betrag zu stemmen, hat Ines Lewandowski einen privaten Spendenaufruf gestartet. „Ich hoffe, dass er mir helfen kann, jeden Tag mit einem Sinn im Leben aufzustehen und mir ermöglicht, wieder regelmäßig Musik zu machen“, sagt sie hoffnungsvoll.
Mehr Informationen zu dem Spendenaufruf finden Sie auf der Webseite gofundme.com/f/w23ux2-assistenshund.



