Birgit Schrowange warnt Frauen: Finanzielle Unabhängigkeit ist entscheidend
Birgit Schrowange: Warum Frauen finanziell unabhängig sein sollten

Birgit Schrowange (68) genießt ihr Leben an der Seite von Ehemann Frank Spothelfer (59) in München. Doch die Moderatorin warnt andere Frauen davor, sich in finanziellen Fragen zu sehr auf ihren Partner zu verlassen. Im Gespräch mit dem "BBBanking Kundenmagazin" spricht sie Klartext und ruft zu mehr Eigenverantwortung auf.

Finanzielle Intelligenz als Schlüssel

Schrowange, die erst vor wenigen Monaten von Köln nach München zog, legt großen Wert auf ihre Unabhängigkeit. Sie bezeichnet ihre jetzige Lebensphase als "Karriere nach der Karriere" und genießt es, nur noch Herzensprojekte anzunehmen. Dabei engagiert sie sich besonders für das Thema finanzielle Intelligenz. "Ich werde häufig zu Podcasts und Gesprächen eingeladen, gerade weil viele Frauen sich mit diesem Thema noch immer schwertun", erklärt sie. Geld bedeute vor allem Freiheit: die Freiheit, Entscheidungen zu treffen, auf Augenhöhe zu leben und unabhängig zu sein. "Umso mehr wünsche ich mir, dass Frauen sich diese Verantwortung selbst zutrauen und nicht an andere abgeben."

Realistische Warnung vor Ehescheidungen

Trotz ihrer eigenen glücklichen Ehe sieht Schrowange die Dinge realistisch. Sie verweist auf die Statistik: "Rund jede dritte Ehe scheitert, und nicht selten stehen Frauen danach finanziell vor großen Herausforderungen. Wer sich zuvor nie mit Geld beschäftigt hat, ist in solchen Situationen besonders verletzlich." Sie betont, dass dies keine Panikmache sei, sondern eine statistische Tatsache. Ihr Rat: "Beschäftigt euch früh mit dem Thema Finanzen."

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Eigene Erfahrungen und Tipps

Die Moderatorin begann bereits mit 17 Jahren, finanziell vorzusorgen. "Mir war früh bewusst, dass meine Eltern mich finanziell nicht unterstützen können. Deshalb war für mich klar: Wenn ich Sicherheit möchte, muss ich selbst aktiv werden." Sie investierte zunächst kleine Beträge und später höhere. Wichtig sei ihr immer gewesen, nicht alles auszugeben, sondern regelmäßig etwas zurückzulegen. Zinseszins und Geduld seien die wichtigsten Komponenten für langfristige Ergebnisse.

Unterschiede zwischen Männern und Frauen

Schrowange beobachtet Unterschiede im Anlageverhalten: "Männer wirken auf mich oft risikofreudiger, manchmal auch ungeduldiger. Bei Frauen hingegen habe ich häufig den Eindruck, dass sie langfristiger und strukturierter investieren." Sie hält dies für den erfolgreicheren Ansatz. "Wer klare Ziele verfolgt, strategisch plant und konsequent investiert, schafft die besten Voraussetzungen für finanziellen Erfolg – und das unabhängig vom Geschlecht."

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