Rentner in Deutschland: Mai-Rente wird früher ausgezahlt
Mai-Rente: Auszahlung früher als geplant

Es sind wiederkehrend schlechte Nachrichten für viele Menschen in Deutschland: Die Mieten sind vielerorts hoch, die Preise in der Gastronomie steigen ungebremst, während sie in Supermärkten teils starken Schwankungen unterliegen – mal nach oben, mal nach unten. Besonders betroffen sind Rentnerinnen und Rentner, die mit hohen Lebenshaltungskosten und steigenden Spritpreisen kämpfen müssen.

Hohe Lebenshaltungskosten belasten Millionen Rentner

Trotz der Spritpreis-Maßnahmen der schwarz-roten Bundesregierung reißt auch das Tanken weiter ein Loch in die Geldbeutel. Wer sein Vermögen in Wertpapieren angelegt hat, schaut gebannt auf die unberechenbare Weltpolitik zwischen den USA, Iran und China. So ist das Leben für die vielen Millionen Rentner in den vergangenen Monaten immer teurer geworden, während die staatlichen Renten ohnehin überschaubar ausfallen. Manche Rentner entscheiden sich daher für einen 603-Euro-Job, um nach vielen Jahren Arbeit noch etwas dazuzuverdienen, weil die Auszahlungen vom Staat nicht ausreichen.

Rentenunterschiede zwischen Ost und West

Laut Nachrichtenmagazin „Stern“ liegen die Renten in Ostdeutschland durchschnittlich bei 1350 Euro im Monat und sind damit höher als in westlichen Bundesländern, wo sie im Schnitt bei 1160 Euro monatlich liegen. Das Statistische Bundesamt (Destatis) zählt aktuell rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland. Die Minijob-Zentrale berichtet, dass von insgesamt 6,92 Millionen Minijobbern im vierten Quartal 2025 rund 1,81 Millionen über 60 Jahre alt waren.

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Gute Nachrichten: Rentenerhöhung und frühere Auszahlung im Mai

Trotz der hohen Lebenshaltungskosten gibt es aktuell zwei positive Entwicklungen für Rentner. Zum einen steigen die Renten ab dem 1. Juli um 4,24 Prozent an – und zwar in ganz Deutschland, von Mecklenburg-Vorpommern bis Baden-Württemberg. „Die Renten folgen den Löhnen“, erklärte Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Anfang März. Zum anderen erfolgen im Mai 2026 die monatlichen Rentenzahlungen früher als üblich.

Warum die Rente im Mai früher kommt

Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) hatte die Auszahlungstermine für 2026 bereits im Januar bekannt gegeben. Grundsätzlich gilt: Bei Renten, die nach dem 1. April 2004 begonnen haben, wird die Rente nachschüssig, also am Ende des jeweiligen Monats, ausgezahlt. Bei früherem Rentenbeginn (bis einschließlich 31. März 2004) erfolgt die Zahlung vorschüssig, das heißt am Ende des Vormonats für den kommenden Monat.

Für alle Rentenbezieher gilt jedoch gleichermaßen, dass die Überweisung immer am letzten Bankarbeitstag des Monats bis 23:59 Uhr erfolgt. Fällt dieser Tag auf ein Wochenende oder einen Feiertag, verschiebt sich der Termin nach vorne. Genau das passiert im Mai 2026: Der 30. Mai ist ein Samstag, der 31. Mai ein Sonntag. Daher wird die Rente bereits am 29. Mai, dem letzten Freitag des Monats, überwiesen – sowohl vorschüssig für den Juni als auch nachschüssig für den Mai.

Weitere Termine im Jahr 2026

Neben dem Mai gibt es im Oktober 2026 eine weitere frühere Auszahlung: Am 30. Oktober, ebenfalls einem Freitag, da der 31. Oktober ein Samstag ist. In den übrigen Monaten bis Dezember 2026 erfolgt die Überweisung wie gewohnt am letzten Tag des Monats. Diese Anpassungen helfen Rentnern, ihre Finanzen besser zu planen und Engpässe zu vermeiden.

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