Exotische Frucht: So viel Mango darf der Hund wirklich fressen
So viel Mango darf der Hund fressen

Die Mango – gelb, saftig, süß. Ihr Duft zieht durch die Küche und plötzlich sitzt der Hund aufmerksam daneben. Darf er kosten oder ist diese tropische Frucht gefährlich? Eine Frage, die viele Hundehalter beschäftigt. Tierärztin und Ernährungsexpertin Dr. Julia Fritz erklärt gegenüber PETBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer), was Halter beachten sollten.

Warum der Reifegrad entscheidend ist

„Mango ist für Hunde grundsätzlich geeignet und gut verträglich, wenn sie reif, geschält und ohne Kern gefüttert wird. Sie liefert Vitamine, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe und kann in kleinen Mengen eine abwechslungsreiche und frische Ergänzung darstellen“, so Dr. Julia Fritz von Napfcheck. Unreife Mangos enthalten Urushiol, ein Allergen, das Juckreiz oder Hautprobleme auslösen kann. Überreife Früchte hingegen enthalten besonders viel Zucker und können zu Durchfall führen. Geeignet ist also nur reife, aber nicht matschige Mango.

Vitamine ja, aber auch Zucker

Zwar liefert Mango Vitamin A, B-Vitamine, Vitamin E und Kalium, doch der Zuckergehalt ist hoch. „Aufgrund des relativ hohen Zuckergehalts ist Mango nichts für Hunde mit Diabetes und auch eher nicht für übergewichtige Tiere.“

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Und wie viel ist erlaubt?

„Als Faustregel gilt: maximal fünf bis zehn Prozent der Tagesration können Snacks sein. Kleinen Hunden können ein bis zwei kleine Stücke gegeben werden, mittelgroßen Hunden ein paar Würfel und große Hunde dürfen bis zu einer kleinen Handvoll Mango bekommen“, empfiehlt die Tierärztin.

Diese Hunde sollten besser verzichten

Nicht jeder Hund verträgt Mango gleich gut. Hunde mit Diabetes sollten am besten ganz darauf verzichten. Auch bei Übergewicht, Allergien oder Magen-Darm-Beschwerden ist Zurückhaltung angesagt. In solchen Fällen ist es sinnvoll, vorher den Tierarzt zu fragen. Wie bei jedem Lebensmittel kann es auch bei Mango zu Unverträglichkeiten kommen. Typische Anzeichen sind Durchfall, Erbrechen, Blähungen oder Juckreiz. Treten solche Symptome auf, sollte Mango sofort vom Speiseplan gestrichen werden. Anfangs immer nur eine kleine Menge anbieten und den Hund dann beobachten.

Getrocknet oder verarbeitet ist tabu

Andere Mangoprodukte sind für Hunde ungeeignet. Durch Trocknung steigt der Zuckergehalt stark an. Andere Produkte enthalten oft zusätzlichen Zucker oder Konservierungsstoffe. Alternativ geht auch etwas frisch pürierte Mango, aber eben selten und in Maßen.

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