Experten-Tipps: So lange sollten Sie Fahrrad fahren können für optimale Fitness
Experten-Tipps: So lange sollten Sie Fahrrad fahren

Experten-Tipps: So lange sollten Sie Fahrrad fahren können für optimale Fitness

Radfahren bringt zahlreiche gesundheitliche Vorteile im Vergleich zum Joggen, insbesondere für die Gelenke. Es ist eine effektive Methode, um fit und schlank zu bleiben und gleichzeitig die Laune zu verbessern. Ob auf dem Weg zur Universität, zur Arbeit oder einfach nur in der Freizeit: Wer regelmäßig in die Pedale tritt, trainiert Muskeln, steigert die Ausdauer und verbrennt Kalorien, ohne es bewusst zu merken. Das Fahrradfahren hat sich längst von einer reinen Fortbewegungsmethode zu einem beliebten Fitness-Trend entwickelt.

Wie lange sollte man durchhalten, um als fit zu gelten?

Laut Sportwissenschaftler Prof. Dr. Billy Sperlich kann man relativ schnell auf zwei, drei, vier oder sogar fünf Stunden Radfahren kommen, wenn man ergonomisch gut eingestellt ist, sich vernünftig in der Intensität verhält und genügend Energie nachschüttet. „Wenn man am Anfang mal zwei Stunden schafft, dann ist man schon recht fit“, erklärt der Experte. Interessanterweise können Männer und Frauen dabei ähnlich viel leisten – das Körpergewicht spielt beim Radfahren eine eher untergeordnete Rolle, außer vielleicht beim Bergauffahren.

Welche Vorteile bietet Fahrradfahren?

Radfahren ist nicht nur ein effektives Ausdauertraining, sondern auch besonders gelenkschonend. Anders als beim Joggen federt das Fahrrad das Körpergewicht ab, was es auch für untrainierte Menschen ermöglicht, eine halbe Stunde oder sogar eine Stunde durchzuhalten. Beim Laufen müssen Anfänger bei jedem Schritt das eigene Gewicht abfangen, was die Gelenke stärker belastet. Zudem ist Radfahren gut für den Stoffwechsel: Bei moderater Intensität kann man relativ weit kommen, und da der Magen weniger mitschwingt als beim Joggen, eignen sich Snacks wie Wasser mit Elektrolyten oder eine Banane ideal für zwischendurch.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Welche Nachteile hat Fahrradfahren?

Vor allem Gesäß und Handgelenke werden beim Radfahren stark belastet. „Und das ist oft ein Faktor, wenn man nicht ganz so viel Fahrrad fährt“, so Sperlich. Auch Beine, Rücken und Rumpf benötigen Kraft, um den Oberkörper stabil zu halten. Wer jedoch regelmäßig trainiert, kann Rückenschmerzen und Druckstellen am Sattel vorbeugen und zudem Gesäß sowie Handgelenke stärken. „Es gilt einfach: üben. Je mehr man belastet, umso stärker passt sich der Körper an“, betont der Professor.

Sind 20 Kilometer Radfahren viel?

Bei der Distanz gibt Sperlich einen klaren Richtwert: „Der durchschnittliche Radfahrer mit ein bisschen Übung wird mit etwa 20 Kilometern pro Stunde treten. Mit dieser Regel kommt man im flachen Gelände ganz gut hin.“ Das bedeutet: 20 Kilometer in einer Stunde, 40 Kilometer in zwei Stunden auf flacher Strecke, in einem moderaten Gang und bei 70 bis 80 Tritten pro Minute auf einem Alltagsrad. Anfänger fahren meist schwerer und langsamer, während Geübtere einen kleineren Gang wählen und schneller treten, was vom Blutfluss her günstiger ist.

Wie erhöht man die Ausdauer beim Fahrradfahren?

Schneller fit wird man, wenn man sich schrittweise steigert. „Wenn man gerade so eine Stunde schafft, sollte man sich danach vielleicht eine Stunde und zehn Minuten zum Ziel setzen und das so langsam aufbauen“, rät Sperlich. Wer drei- bis viermal pro Woche trainiert, kommt bald auf zwei bis drei Stunden. „Beim Radfahren muss man schon sagen, dass die Dauer als Erstes trumpft. Bevor man höhere Gänge einlegt, sollte man in seinem Wohlfühltempo so lange und so weit fahren, wie es die Ergonomie zulässt.“

Wichtige Tipps für Einsteiger

Besonders wichtig ist der Puls: Wer ohne Erfahrung startet, fährt oft zu schnell und ist nach 30 Minuten völlig erschöpft. Beim Radfahren hat man immer etwa zehn Schläge weniger pro Minute als beim Joggen. „Wenn das Wohlfühltempo beim Laufen 130 Schläge pro Minute sind, dann sind es hier etwa 120“, erklärt Sperlich. Der Grund: Beim Radeln arbeiten weniger Muskeln gleichzeitig, was das Training effizienter und schonender macht.

Zusammenfassend bietet Fahrradfahren eine ideale Kombination aus Fitness, Gelenkschonung und Freude an der Bewegung. Mit den richtigen Tipps und einer kontinuierlichen Steigerung der Dauer kann jeder seine Ausdauer verbessern und von den vielfältigen gesundheitlichen Vorteilen profitieren.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration