Fitnessstudios in Deutschland: Rekordmitgliederzahlen trotz steigender Preise
Fitnessstudios: Rekordmitglieder trotz höherer Kosten

Fitnessstudios in Deutschland: Rekordmitgliederzahlen trotz steigender Preise

Für viele Menschen ist der Besuch im Fitnessstudio ein fester Bestandteil des Alltags geworden. Doch das Training wird vor allem für Neukunden teurer. Laut einer aktuellen Studie des Branchenverbandes DSSV und des Beratungsunternehmens Deloitte stieg der durchschnittliche Mitgliedsbeitrag im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent auf 48,55 Euro pro Monat. Seit drei Jahren gehen die Durchschnittspreise kontinuierlich nach oben, was vor allem auf gestiegene Kosten für Personal und Energie zurückzuführen ist.

Preisanstieg bei Neuverträgen erwartet

Stefan Ludwig, Studienautor von Deloitte, erklärt: "Die Kosten für das Personal und die Energie sind nun mal gestiegen, und das spiegelt sich in den Preisen wider." Er rechnet mit einem weiteren Preisanstieg bei Neuverträgen, während sich die Betreiber bei Bestandskunden wohl eher zurückhalten werden. Trotz dieser Entwicklung zeigt die Branche eine erstaunliche Resilienz gegenüber Sparzwängen der Verbraucher.

Rekordmitgliederzahlen und Wachstumspotenzial

Deutschlands Fitnessstudios verzeichnen so viele Mitglieder wie nie zuvor. Zum Jahreswechsel waren es laut Studie 12,36 Millionen, was einem Anstieg von 5,6 Prozent gegenüber 2024 entspricht. 17,1 Prozent der Menschen ab 15 Jahren sind Mitglied in einem Fitnessstudio, und die Perspektiven für die Studiobetreiber werden als glänzend beschrieben.

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Stefan Ludwig betont: "Das Wachstum wird weitergehen. Die Menschen achten mehr auf ihre Gesundheit als früher, denn sie wollen auch im Alter noch fit sein." Die Alterung der Gesellschaft und das gestiegene Gesundheitsbewusstsein seit der Coronapandemie gelten als starke Wachstumstreiber für die Branche.

Branchenentwicklung und internationale Vergleiche

In Deutschland gab es zum Jahreswechsel 9647 Studios und andere Anlagen, ein Plus von 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Deloitte-Experte Ludwig sieht noch erhebliches Potenzial: In skandinavischen Ländern liege der Mitgliedsanteil bereits bei über 20 Prozent, und solche Werte seien auch für Deutschland zu erwarten. Die Studie liefert keine Statistik zu inaktiven Mitgliedern, den sogenannten "Karteileichen", doch die allgemeine Dynamik der Branche bleibt positiv.

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