Krankenstand in Rostock 2025: Atemwegserkrankungen dominieren weiterhin die Fehlzeiten
Eine aktuelle Auswertung der Krankenkasse DAK-Gesundheit offenbart, dass Atemwegserkrankungen auch im Jahr 2025 die häufigste Ursache für krankheitsbedingte Fehltage bei Beschäftigten in der Hansestadt Rostock waren. Die Analyse basiert auf allen Krankschreibungen der DAK-Versicherten in der Region und zeigt ein differenziertes Bild der Arbeitsunfähigkeit.
Leichter Rückgang, aber hohes Niveau bleibt bestehen
Die gute Nachricht zuerst: Der Krankenstand in Rostock ist im Vergleich zum Vorjahr 2024 leicht zurückgegangen. DAK-versicherte Beschäftigte waren durchschnittlich an 22 Kalendertagen krankgeschrieben, was einer Reduktion entspricht. Allerdings warnt Nanett Wesemann, Leiterin des Servicezentrums der DAK-Gesundheit in Rostock, vor voreiliger Entwarnung. „Der Krankenstand hat sich mit 6,1 Prozent auf einem hohen Niveau eingependelt“, betont sie. „Deswegen ist es richtig und notwendig, eine fundierte Ursachenforschung voranzutreiben.“ Ein Krankenstand von 6,1 Prozent bedeutet konkret, dass an jedem Kalendertag im Durchschnitt 61 von 1000 Beschäftigten krankgeschrieben waren.
Top drei der Krankheitsursachen mit präzisen Zahlen
Die detaillierte Analyse der Fehltage ergab folgende Rangfolge für das Jahr 2025:
- Atemwegserkrankungen verursachten 507 Fehltage je 100 erwerbstätig Versicherte. Im Vorjahr 2024 lag dieser Wert bei 505 Tagen, was eine nahezu unveränderte Belastung zeigt.
- Psychische Erkrankungen folgten auf Rang zwei mit 394 Fehltagen je 100 Erwerbstätige. Hier ist im Vergleich zu 2024 mit 399 Tagen ein minimaler Rückgang zu verzeichnen.
- Muskel-Skelett-Erkrankungen, insbesondere Rückenprobleme, belegten Platz drei mit 363 Fehltagen je 100 Versicherte. Gegenüber dem Vorjahr 2024 mit 368 Tagen zeigt sich auch hier eine leichte Verbesserung.
Interessant ist der Vergleich zum Landesdurchschnitt: In Mecklenburg-Vorpommern hatten DAK-versicherte Beschäftigte 2025 pro Kopf etwa 23 krankheitsbedingte Fehltage, also einen Tag mehr als in Rostock. Dies unterstreicht, dass die Fehlzeiten in der Hansestadt leicht unter dem Niveau des gesamten Bundeslandes liegen.
Betriebliches Gesundheitsmanagement als Schlüssel zur Verbesserung
Nanett Wesemann sieht im betrieblichen Gesundheitsmanagement große Potenziale für die Zukunft. „Ein starkes betriebliches Gesundheitsmanagement schafft die Basis dafür, dass Mitarbeiter gesund, motiviert und leistungsfähig arbeiten können – somit ist es zugleich eine Investition in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens“, erklärt sie. Diese Aussage unterstreicht die Bedeutung präventiver Maßnahmen in Unternehmen, um langfristig den Krankenstand zu senken und die Produktivität zu steigern.
Hintergrund zur DAK-Gesundheit
Die DAK-Gesundheit ist mit insgesamt 5,4 Millionen Versicherten die drittgrößte Krankenkasse in Deutschland. In Mecklenburg-Vorpommern sind rund 160.000 Personen bei der DAK versichert. Bundesweit beziehen aktuell etwa 560.000 Menschen Leistungen der Pflegekasse der DAK, was die umfassende Rolle der Kasse im Gesundheitswesen verdeutlicht. Diese Zahlen zeigen, dass die Analyse auf einer soliden Datenbasis beruht und repräsentative Einblicke in die Gesundheitssituation der Beschäftigten bietet.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Rostock 2025 zwar einen leichten Rückgang des Krankenstands verzeichnete, die Herausforderungen durch Atemwegserkrankungen, psychische Belastungen und Rückenprobleme jedoch weiterhin dominant bleiben. Die Daten der DAK-Gesundheit liefern wertvolle Erkenntnisse für gezielte Gesundheitsmaßnahmen in der Region.



