Hantavirus-Drama um Gene Hackman: Tödliche Infektion seiner Frau
Hantavirus-Drama um Gene Hackman

Ein Virus, drei Tote und verängstigte Passagiere – der aktuelle Ausbruch des Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ sorgt für Aufsehen. Doch wie gefährlich ist dieser Erreger wirklich? Ein Blick auf die tragischen letzten Tage von Hollywood-Legende Gene Hackman (†95) zeigt, wie tückisch das Virus sein kann.

Die letzten Tage von Gene Hackman und seiner Frau

Gene Hackman, berühmt durch Filme wie „French Connection“ (1971), litt an Alzheimer und starb im Februar 2025 laut Obduktionsbericht an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Später stellte sich heraus, unter welchen dramatischen Umständen der Schauspieler aus dem Leben schied. Das Hantavirus spielte dabei eine entscheidende Rolle.

Die engste Bezugsperson von Hackman war dessen Ehefrau Betsy Arakawa (†65). Die beiden lebten abgeschieden auf ihrem großen Anwesen bei Santa Fe. Betsy organisierte den Alltag und versorgte Hackman – dabei infizierte sie sich mit dem Hantavirus. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich, aber sie erkannte anscheinend nicht, wie ernst die Lage war. Laut Obduktionsbericht starb sie eine Woche vor Hackman am Hantavirus-Lungensyndrom (HPS). Das letzte Lebenszeichen von ihr gab es am 11. Februar, als Überwachungsaufnahmen sie beim Einkauf von Medikamenten zeigten. Tage später fanden Beamte ihren Leichnam im Bad.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Hackman konnte keine Hilfe holen

Gene Hackman lebte offenbar eine Woche neben seiner bereits toten Frau. Vermutlich bemerkte er dies wegen seiner Alzheimer-Erkrankung nicht und konnte keine Hilfe holen. Laut den Behörden hatte er nur Flüssigkeit in seinem Körper, sein Magen war leer. An seinen letzten Lebenstagen hungerte er aus. Er starb wohl am 18. Februar 2025. Handwerker eines Wartungsdienstes stellten fest, dass etwas auf dem Anwesen nicht in Ordnung war und verständigten die Polizei.

Polizeiaufnahmen von dem Anwesen des Paares zeigten später, dass das Haus verwahrlost war. Die Behörden entdeckten Anzeichen für eine schwere Rattenplage. Das Hantavirus-Lungensyndrom, eine spezifische schwere Krankheit, die durch bestimmte Hantaviren ausgelöst wird, kann von Ratten übertragen werden und verläuft in der Regel grippeähnlich. Es sorgt für Atemprobleme und führt schließlich zu Organversagen. In den US-Medien wurde vermutet, dass Betsy sich beim Reinigen oder durch Kontakt mit kontaminiertem Staub infiziert hat. Ihr Tod trat wohl unerwartet schnell ein.

Aktueller Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff

Auch auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ zeigt sich, wie gefährlich das Virus ist. Drei Menschen sind nach einer Infektion gestorben – ein älteres niederländisches Ehepaar (68, 70) und eine deutsche Frau (78). Drei Erkrankte wurden am Mittwoch von Bord geholt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab an: „In dieser Phase bleibt das gesamte öffentliche Gesundheitsrisiko niedrig.“ Das kleine Kreuzfahrtschiff mit insgesamt knapp 150 Menschen an Bord war vom Süden Argentiniens aufgebrochen und ankert aktuell vor Kap Verde.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration