Papst ernennt Ex-Flüchtling zum Bischof in den USA
Papst ernennt Ex-Flüchtling zum Bischof in USA

Papst Leo XIV. ernennt ehemaligen Flüchtling zum Bischof

Papst Leo XIV. hat einen ehemaligen Flüchtling, der einst ohne gültige Papiere in die USA gekommen war, zum Bischof ernannt. Der katholische Geistliche Evelio Menjivar-Ayala aus El Salvador war 1990 illegal über die Grenze gelangt. Der heute 55-Jährige wurde nun zum Bischof der Diözese Wheeling-Charleston im US-Bundesstaat West Virginia bestellt, wie der Vatikan mitteilte.

Ein Zeichen gegen Trumps Migrationspolitik

Die Ernennung wird als deutliches Signal gegen die Migrationspolitik von US-Präsident Donald Trump gewertet. Die US-Regierung geht seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus Anfang 2025 äußerst hart gegen Migranten vor, von denen viele aus Mittel- und Südamerika stammen. Papst Leo, der selbst als Missionar und Bischof in Peru lebte, hatte diese Politik bereits als Kardinal scharf kritisiert. Auch jetzt plädiert er wiederholt für einen menschlichen Umgang mit Flüchtlingen.

Trumps Reaktionen und der neue Bischof

Trump forderte Leo im vergangenen Monat in teils harschen Tönen auf, sich aus der Politik herauszuhalten. Zudem behauptete er, Leo sei nur wegen seiner eigenen Wahl zum Präsidenten ins Amt gekommen. Trump veröffentlichte ein KI-generiertes Bild, das ihn als Jesus zeigte, zog es aber nach viel Kritik wieder zurück. Der neue Bischof Menjivar-Ayala war als 20-Jähriger im Kofferraum eines Autos über Mexiko in die USA gelangt, um dem Bürgerkrieg in El Salvador zu entkommen. Zuletzt war er als Weihbischof in Washington tätig. Die katholische Kirche zählt weltweit rund 1,4 Milliarden Gläubige.

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