49 Tage auf See: Das geheime Logbuch der Hanta-Horror-Reise
49 Tage auf See: Das Hanta-Logbuch

Eine Traum-Expedition in die Antarktis endete für mehrere Passagiere der „Hondius“ tödlich. An Bord des Kreuzfahrtschiffes brach ein Hantavirus aus, der mehrere Menschenleben forderte und weitere Reisende schwer erkrankte. Häfen weltweit verweigerten dem Schiff die Einfahrt, während Verdachtsfälle per Flugzeug ausgeflogen wurden. Nun liegt das geheime Logbuch der Horror-Reise vor, das BILD exklusiv auswerten konnte.

Der Beginn der Reise

Am 20. März 2026 legte die „Hondius“ in Ushuaia, Argentinien, ab. Die Stimmung war ausgelassen, die Kabinen teuer, die Tierwelt spektakulär. Doch schon nach wenigen Tagen zeigten erste Passagiere Symptome. Fieber, Kopfschmerzen und Übelkeit wurden zunächst als harmlose Seekrankheit abgetan.

Die ersten Erkrankungen

Am 25. März meldete der Schiffsarzt drei Fälle mit hohem Fieber. Zwei Tage später war ein Dutzend Passagiere betroffen. Die Bordklinik war überlastet. Am 30. März bestätigte ein Labortest: Hantavirus. Panik brach aus.

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Das Virus breitete sich rasant aus. Bis zum 5. April waren 30 Personen infiziert, darunter auch Crewmitglieder. Der Schiffsarzt selbst erkrankte am 8. April und musste seine Arbeit einstellen. Ein Notarztteam wurde per Helikopter eingeflogen.

Die verzweifelte Suche nach einem Hafen

Die „Hondius“ steuerte zunächst Punta Arenas an, doch Chile verweigerte die Einfahrt. Auch Argentinien und Uruguay lehnten ab. Das Schiff irrte tagelang über den Südatlantik. Am 15. April erklärte die Reederei den medizinischen Notstand.

Erst am 20. April durfte die „Hondius“ in Montevideo anlegen. 15 Schwerkranke wurden in Krankenhäuser gebracht, vier starben. Die übrigen Passagiere wurden unter Quarantäne gestellt. Das Logbuch dokumentiert minutiös die Entscheidungen der Behörden und die Verzweiflung an Bord.

Die letzten Tage

Bis zum 8. Mai blieb das Schiff in Uruguay. Weitere drei Passagiere erlagen dem Virus. Die Überlebenden wurden nach Hause geflogen, die „Hondius“ desinfiziert. Das Logbuch endet am 10. Mai mit dem Eintrag: „Die Hölle hat ein Ende.“

Die genauen Ursachen des Ausbruchs werden noch untersucht. Experten vermuten, dass das Virus durch Nagetiere an Bord eingeschleppt wurde. Die Reederie kündigte Schadensersatz an.

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