Italien bangt um Jungen: Spenderherz durch Transportfehler zerstört – trotzdem transplantiert
Spenderherz durch Transportfehler zerstört – trotzdem transplantiert

Italien bangt um Jungen: Spenderherz durch Transportfehler zerstört – trotzdem transplantiert

In Neapel kämpft ein zweijähriger Junge mit einem angeborenen Herzfehler um sein Leben. Nach einem tragischen Transportfehler, bei dem ein Spenderherz irreparabel beschädigt wurde, hat der Fall nun eine dramatische Wendung genommen: Das beschädigte Organ wurde dem Kind trotz bekannter Schäden transplantiert. Die Eltern waren darüber bislang nicht informiert worden.

Seit über 50 Tagen auf der Intensivstation

Der kleine Patient liegt seit mehr als 50 Tagen auf der Intensivstation einer Klinik in Neapel und wird künstlich am Leben gehalten. Seine Mutter berichtete der Tageszeitung Il Mattino: „Mein Sohn führte ein fast normales Leben. Er nahm Medikamente, spielte und aß regelmäßig. Jetzt liegt er seit Wochen im künstlichen Koma und schwebt in Lebensgefahr.“ Der Name des Jungen ist nicht öffentlich bekannt; italienische Medien bezeichnen ihn als Francesco oder Tommasino.

Gravierender Fehler beim Transport

Der Junge leidet seit seiner Diagnose im Alter von vier Monaten an einem schweren Herzfehler. Kurz vor Weihnachten schien sich eine Lösung abzuzeichnen: In Südtirol war ein vierjähriger Junge ertrunken, dessen Herz als Spenderorgan in Frage kam. Das Organ wurde eilig von Bozen nach Neapel transportiert – eine Strecke von etwa 800 Kilometern. Dabei unterlief ein folgenschwerer Fehler:

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  • Das Herz wurde nicht wie üblich in herkömmliches Eis verpackt.
  • Stattdessen kam viel kälteres Trockeneis zum Einsatz, das Temperaturen von unter minus 78 Grad Celsius erreicht.
  • Bei der Ankunft in Neapel war das Organ „buchstäblich erfroren“ und damit irreparabel geschädigt.

Transplantation trotz bekannter Schäden

Bislang war nicht bekannt, dass das beschädigte Herz dennoch transplantiert wurde. Der Anwalt der Eltern, Francesco Petruzzi, bestätigte dies nun. Grund für die Entscheidung war offenbar, dass das eigene Herz des Kindes bereits entfernt worden war. Die Konsequenzen:

  1. Zwei Ärzte des Krankenhauses in Neapel wurden von Operationen suspendiert.
  2. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.
  3. Die Eltern waren über den Zustand des Spenderherzens nicht informiert.

Europaweite Suche nach einem neuen Spenderherz

Aktuell wird europaweit dringend nach einem geeigneten Spenderherz gesucht. Die Chancen stehen jedoch schlecht, da passende Organe selten verfügbar sind. Der Fall hat in Italien und darüber hinaus für Bestürzung gesorgt und wirft kritische Fragen auf:

  • Wie konnte es zu einem solchen Transportfehler kommen?
  • Warum wurde das beschädigte Organ trotzdem transplantiert?
  • Welche Maßnahmen werden ergriffen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern?

Die Gesundheit des Jungen bleibt weiterhin in höchster Gefahr, während die Suche nach einem lebensrettenden Ersatzorgan intensiviert wird.

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