In den USA hat ein tollwütiger Biber einen Jungen attackiert und zahlreiche Menschen an einem See in New Jersey terrorisiert. Der Vorfall ereignete sich am Mahwah-See, wo das Tier unvermittelt eine Familie angriff. Der Junge erlitt Bissverletzungen und wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Behörden bestätigten später, dass der Biber an Tollwut litt. Sie warnen die Bevölkerung vor Wildtieren, die ungewöhnliches Verhalten zeigen, und raten, Abstand zu halten und verdächtige Tiere den örtlichen Behörden zu melden. Der Biber wurde nach dem Angriff von Wildhütern eingefangen und eingeschläfert. Die Familie des Jungen zeigte sich schockiert über den Vorfall, betonte aber, dass es dem Kind den Umständen entsprechend gut gehe. Tollwut ist eine tödliche Viruserkrankung, die durch Bisse oder Kratzer infizierter Tiere übertragen wird. In den USA kommen Fälle vor allem bei Wildtieren wie Waschbären, Füchsen, Fledermäusen und gelegentlich auch Bibern vor. Die Gesundheitsbehörden empfehlen, bei Kontakt mit möglicherweise tollwütigen Tieren sofort einen Arzt aufzusuchen und eine Postexpositionsprophylaxe zu beginnen.
Hintergrund der Tollwutgefahr
Tollwut ist in den USA nach wie vor ein ernstzunehmendes Problem, insbesondere in ländlichen Gebieten. Die Viruserkrankung befällt das zentrale Nervensystem und führt unbehandelt fast immer zum Tod. Übertragen wird sie durch den Speichel infizierter Tiere, meist durch Bisse. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel mehrere Wochen bis Monate, kann aber auch kürzer sein. Frühsymptome sind unspezifisch und ähneln einer Grippe, gefolgt von neurologischen Ausfällen, Verwirrtheit und Lähmungen. Die Behandlung besteht aus einer sofortigen Wundversorgung und der Verabreichung von Impfstoff und Immunglobulinen. In den USA werden jährlich etwa 60.000 Menschen nach potenziellem Kontakt mit tollwütigen Tieren behandelt, doch Todesfälle sind selten geworden. Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) betonen die Bedeutung der Impfung von Haustieren und der Aufklärung der Bevölkerung über das Verhalten von Wildtieren.
Reaktionen der örtlichen Behörden
Die Polizei von Mahwah und die Gesundheitsbehörden von Bergen County reagierten schnell auf den Vorfall. Sie sperrten den Bereich um den See vorübergehend ab und warnten Anwohner und Besucher, sich von Wildtieren fernzuhalten. In einer Pressemitteilung erklärte die Polizei, dass der Biber eingeschläfert und auf Tollwut getestet worden sei. Das positive Ergebnis habe die Notwendigkeit einer sofortigen Behandlung des Jungen bestätigt. Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, Haustiere impfen zu lassen und bei ungewöhnlichem Verhalten von Wildtieren die Polizei zu verständigen. Der Vorfall hat in der Gemeinde Besorgnis ausgelöst, da Biber normalerweise scheue Tiere sind und Menschen meiden. Experten vermuten, dass die Tollwut das Verhalten des Bibers verändert hatte, was zu der ungewöhnlichen Aggressivität führte.



