Therapeut entlarvt Social-Media-Hype: Das 'innere Kind' existiert nicht
Therapeut: 'Das innere Kind gibt es nicht'

Social-Media-Hype entkräftet: Therapeut stellt klar: „Das innere Kind gibt es nicht“

Auf Plattformen wie Instagram und TikTok wird das Konzept des „inneren Kindes“ als einfache Erklärung für nahezu jedes psychologische Problem vermarktet. Ein erfahrener Kinder- und Jugendtherapeut räumt nun mit diesem weit verbreiteten Trend auf und macht deutlich: Rund 90 Prozent der dazu kursierenden Ratschläge sind schlichtweg Unsinn. Dennoch verbirgt sich hinter der populären Idee ein wahrer Kern, der in der professionellen Therapie eine Rolle spielt.

Die Illusion des inneren Kindes in sozialen Medien

In den sozialen Medien wird das „innere Kind“ oft als eine Art universelle Lösung für emotionale Herausforderungen dargestellt. Nutzer erhalten Tipps, wie sie dieses vermeintliche innere Wesen heilen oder umarmen können, um persönliche Probleme zu überwinden. Der Therapeut betont jedoch, dass diese Darstellungen stark vereinfacht und häufig irreführend sind. Sie können zu falschen Erwartungen und sogar zu Schaden führen, wenn Menschen sich auf ungeprüfte Methoden verlassen.

Professionelle Perspektive: Wo der wahre Kern liegt

Obwohl der Begriff „inneres Kind“ in der wissenschaftlichen Psychologie nicht offiziell anerkannt ist, gibt es verwandte Konzepte, die in der Therapie genutzt werden. Beispielsweise arbeiten Therapeuten mit der Idee, dass frühe Kindheitserfahrungen das Erwachsenenleben beeinflussen können. Der Experte erklärt, dass etwa 10 Prozent der Social-Media-Inhalte auf solchen fundierten Ansätzen basieren, während der Großteil auf Halbwissen oder kommerziellen Interessen beruht. Es ist daher ratsam, bei psychologischen Fragen stets qualifizierte Fachleute zu konsultieren.

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Folgen des Hypes und Empfehlungen für Betroffene

Der Hype um das „innere Kind“ kann dazu führen, dass Menschen ihre echten psychischen Probleme unterschätzen oder falsch angehen. Der Therapeut warnt davor, sich von oberflächlichen Tipps aus sozialen Medien leiten zu lassen. Stattdessen sollten Betroffene auf evidenzbasierte Therapieformen setzen und sich bei Bedarf an lizenzierte Psychologen oder Therapeuten wenden. So lässt sich sicherstellen, dass Unterstützung auf seriösen und wirksamen Grundlagen erfolgt.

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