Neues Intensivzentrum am Augsburger Uniklinikum nach zehn Jahren Bauzeit eröffnet
Nach etwa einem Jahrzehnt Bauzeit hat das Augsburger Universitätsklinikum sein neues Zentrum für Intensivmedizin offiziell in Betrieb genommen. Die Investitionskosten für dieses Hightech-Medizinzentrum belaufen sich auf rund 190 Millionen Euro, wie das Klinikum mitteilte. Das Zentrum verfügt über 135 Betten und wird als Bayerns modernste Einrichtung für Intensivtherapie bezeichnet.
Proteste von Naturschützern gegen geplante Parkbebauung
Anlässlich der Eröffnung demonstrierten einige Dutzend Umweltschützer gegen die langfristigen Pläne des Klinikums. In den 2030er Jahren soll das Hauptgebäude auf der angrenzenden Parkanlage neu errichtet werden, was den sogenannten Klinikpark gefährdet. Naturschützer betonen den ökologischen Wert des Parks und fordern eine genauere Prüfung von Alternativstandorten. Bislang haben mehr als 1.500 Menschen eine entsprechende Online-Petition unterzeichnet.
Kostensteigerungen und Hintergründe des Projekts
Das Intensivzentrum wurde deutlich teurer als ursprünglich geplant. Zu Beginn der Arbeiten, als das Klinikum noch von Stadt und Landkreis Augsburg getragen wurde, waren Ausgaben von 106 Millionen Euro kalkuliert worden. Ein Sprecher nannte mehrere Gründe für die Kostensteigerungen, darunter einen Wasserschaden auf der Baustelle.
Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) kündigte an, dass der Freistaat Bayern nun in Augsburg eines der modernsten Hochschulmedizin-Zentren in Europa entwickeln werde. Hintergrund ist, dass Bayern erst vor wenigen Jahren das einstmals kommunale Klinikum übernommen hat und derzeit an der Augsburger Universität für eine Milliardensumme eine neue Medizinfakultät aufbaut.
Bedeutung des Augsburger Uniklinikums
Das Uniklinikum Augsburg ist das wichtigste Krankenhaus im Bezirk Schwaben. Es beschäftigt etwa 7.600 Mitarbeitende in mehr als 24 Kliniken, Instituten und spezialisierten Zentren. Jährlich werden fast 300.000 Patienten ambulant oder stationär behandelt. Die Notwendigkeit des Neubaus des Hauptgebäudes wird mit dessen Alter begründet, was die kontroversen Pläne für die Parkbebauung weiter vorantreibt.



