Studie: 57 Prozent der Klinikaufenthalte in Sachsen-Anhalt vermeidbar
57% der Klinikaufenthalte in Sachsen-Anhalt vermeidbar

In Sachsen-Anhalt werden viele Patienten unnötig stationär im Krankenhaus behandelt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK für den „Krankenhaus-Report“. Demnach ließen sich mehr als die Hälfte aller Klinikaufenthalte im Bundesland vermeiden.

Hohe Einsparpotenziale durch ambulante Behandlung

Laut der Studie könnten insgesamt 57 Prozent der Fälle ambulant behandelt werden oder wären sogar gänzlich vermeidbar. Die AOK Sachsen-Anhalt, die größte Krankenkasse des Landes, schätzt, dass dadurch 42 Prozent der Tage im Krankenbett und 40 Prozent der stationären Kosten eingespart werden könnten. Das entspricht einem Millionenbetrag, der den Krankenkassen fehlt.

Gründe für unnötige Krankenhausaufenthalte

Die Analyse zeigt, dass viele Eingriffe, die heute noch stationär durchgeführt werden, problemlos ambulant erledigt werden könnten. Dazu zählen unter anderem bestimmte Operationen und Behandlungen, die keine nächtliche Überwachung erfordern. Zudem gibt es Fälle, bei denen eine stationäre Aufnahme durch bessere ambulante Versorgung oder Prävention vermeidbar wäre.

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Die AOK fordert daher eine stärkere Verlagerung von stationären zu ambulanten Leistungen. Dies würde nicht nur Kosten sparen, sondern auch die knappen Ressourcen in den Krankenhäusern entlasten. Patienten könnten schneller behandelt werden und müssten nicht unnötig lange im Krankenhaus bleiben.

Die vollständigen Ergebnisse des „Krankenhaus-Reports“ sind auf der Webseite der AOK einsehbar.

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