Ukraine: Zwei Tote bei russischem Drohnenangriff auf Kleinbus in Cherson
Tote bei Drohnenangriff auf Kleinbus in Cherson

Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Kleinbus in der südukrainischen Stadt Cherson sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Es handelt sich um einen Mann und eine Frau. Der Militärgouverneur von Cherson, Olexander Prokudin, teilte auf Telegram mit, dass sieben weitere Passagiere des Kleinbusses verletzt wurden – sechs Männer und eine Frau. Alle Verletzten seien umgehend in ein Krankenhaus gebracht worden. Der Angriff ereignete sich den Angaben zufolge gegen 7:00 Uhr morgens Ortszeit (6:00 Uhr MEZ).

Hintergrund: Cherson als Frontstadt

Cherson war vor dem Krieg eine beschauliche Hafenstadt am Schwarzen Meer. Nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Februar 2022 wurde die Stadt von russischen Truppen erobert. Im Herbst 2022 gelang es der ukrainischen Armee jedoch, die Gebietshauptstadt am Dnipro im Zuge einer Gegenoffensive zu befreien. Die russischen Streitkräfte zogen sich daraufhin hinter den Fluss zurück. Seither verläuft die Frontlinie unmittelbar östlich der Stadt. Cherson wird daher regelmäßig von russischen Truppen mit Artillerie, Drohnen und Raketen beschossen.

Zivile Opfer und zerstörte Infrastruktur

Die anhaltenden Angriffe haben die Stadt weitgehend zerstört. Immer wieder werden Zivilisten Opfer der russischen Attacken. Der jüngste Vorfall zeigt erneut die Gefahr, der die Bewohner von Cherson täglich ausgesetzt sind. Die ukrainischen Behörden dokumentieren kontinuierlich die Angriffe und appellieren an die internationale Gemeinschaft, den Druck auf Russland zu erhöhen. Der Militärgouverneur Prokudin betonte in seiner Mitteilung die Notwendigkeit, die Zivilbevölkerung besser zu schützen.

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