Headshaking beim Pferd – ein plötzliches, heftiges Kopfschütteln, das Reiter und Besitzer beunruhigt. Doch was steckt dahinter? Dieser Artikel beleuchtet die möglichen Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.
Was ist Headshaking?
Headshaking beschreibt ein unkontrolliertes, wiederholtes Schütteln oder Werfen des Pferdekopfes. Es kann so stark sein, dass das Reiten unmöglich wird. Die Symptome treten oft saisonal auf, vor allem im Frühling und Sommer.
Mögliche Ursachen
Die Ursachen sind vielfältig und oft schwer zu diagnostizieren. Zu den häufigsten gehören:
- Allergien: Pollen, Schimmelpilze oder Insekten können allergische Reaktionen auslösen.
- Zahnprobleme: Schmerzen im Maulbereich führen zu Kopfschütteln.
- Ohrenentzündungen: Infektionen oder Milben im Ohr verursachen Unbehagen.
- Nervenprobleme: Der Nervus trigeminus kann überempfindlich reagieren.
- Lichtempfindlichkeit: Helles Sonnenlicht oder Schattenwechsel triggern das Verhalten.
Diagnose und Behandlung
Ein Tierarzt sollte die genaue Ursache abklären. Mögliche diagnostische Schritte sind:
- Allergietests und Blutuntersuchungen
- Zahnkontrolle und -behandlung
- Ohrenspiegelung
- Neurologische Untersuchungen
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Bei Allergien helfen Antihistaminika oder eine hypoallergene Fütterung. Zahnprobleme werden durch den Tierzahnarzt behoben. Bei Nervenüberempfindlichkeit können Medikamente oder Akupunktur Linderung verschaffen.
Weitere Tipps für betroffene Pferde
Neben der tierärztlichen Behandlung können folgende Maßnahmen helfen:
- Fliegenmaske mit Nasenschutz tragen lassen
- Stallhaltung mit guter Belüftung und Pollenschutz
- Weidegang in den frühen Morgenstunden oder abends
- Spezielle Trensen oder Zäume, die Druckpunkte vermeiden
Headshaking ist eine Herausforderung, aber mit Geduld und der richtigen Diagnose können viele Pferde deutlich verbessert werden.



