Strommuseum Dessau: Neuanfang nach Schließung möglich
Strommuseum Dessau: Neuanfang möglich

Seit rund einem Jahr ist das kleine Museum in der Kornhausstraße geschlossen. Weil die Dessauer Stadtwerke die Betriebsstätte aufgeben wollen. Die Macher hinter dem Museum hadern mit der Situation – und haben doch einen Hoffnungsschimmer.

Ein Jahr nach dem Aus

Hans-Jürgen Steinbiß, der das Museum ehrenamtlich betreut, schildert die Lage: „Das Telefon steht kaum noch still. Manchmal klingeln Leute auch persönlich bei mir.“ Diese Situation begleitet ihn seit dem 12. April und lässt erst allmählich nach. Eine kleine Notiz in einem regionalen Anzeigenblatt, dass das Strommuseum der Stadtwerke zum Tag der Industriekultur geöffnet sei, sorgte für Verwirrung. Viele Besucher standen vor verschlossenen Türen – die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer.

Hoffnung auf Wiedereröffnung

Trotz der Schließung gibt es nun einen Hoffnungsschimmer. Hinter den Kulissen laufen Gespräche über einen möglichen Neuanfang. „Wir sind in Verhandlungen mit verschiedenen Partnern, um das Museum an einem neuen Standort oder in veränderter Form wiederzubeleben“, erklärt Steinbiß. Die große Resonanz der Bevölkerung zeige, wie wichtig das Museum für die Region sei.

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Das Strommuseum in der Kornhausstraße 147 war ein kleines, aber feines Technikmuseum, das die Geschichte der Elektrizität in Dessau und Umgebung dokumentierte. Es zeigte historische Geräte, Schaltanlagen und Dokumente aus der Frühzeit der Elektrifizierung. Die Stadtwerke Dessau hatten den Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt.

Bis eine endgültige Entscheidung fällt, bleibt das Museum geschlossen. Steinbiß hofft, dass die Gespräche noch in diesem Jahr zu einem Ergebnis führen. „Die Menschen hier hängen an ihrem Museum. Das hat mir die Flut an Rückmeldungen gezeigt.“

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