Für Schauspielerin Hayden Panettiere wurde ein Morgen zum Wendepunkt: Die 36-Jährige wachte auf und konnte ihre Füße nicht mehr bewegen. Eine Nervenverletzung im unteren Rücken führte dazu, dass sie von der Taille abwärts nur noch Stiche spürte.
„Ich konnte meine Zehen nicht mehr bewegen und meinen Fuß überhaupt nicht mehr hochheben“, sagte sie im Interview mit „Women’s Health“. Panettiere wusste nicht, wie ihr geschah, ihre Angst war groß: „Oh mein Gott, werde ich für den Rest meines Lebens gelähmt bleiben?“
Der lange Weg zurück
Die Lähmung war für Panettiere die größte körperliche Herausforderung ihres Lebens. Trotz Erfahrung mit Stunts und Verletzungen traf sie diese Situation vollkommen unvorbereitet. Schritt für Schritt arbeitete sie sich zurück – unterstützt durch gezieltes Training.
Eine zentrale Rolle spielte dabei das sogenannte Barre-Training. Die vom Ballett inspirierten Übungen werden oft auf Zehenspitzen ausgeführt und stärken gezielt kleine Muskelgruppen. Gemeinsam mit Trainerin Marnie Alton nutzte Panettiere diese Methode, um Kontrolle und Kraft zurückzugewinnen.
Noch heute fallen ihr manche Bewegungen schwer. Beim Training an der Stange muss sie sich festhalten, um auf die Zehenspitzen zu kommen. „Ich hatte wirklich Probleme, die Muskeln in meinen Fußrücken und Fußgelenken zurückzubekommen.“ Dass sie das heute wieder schafft, findet sie selbst „verrückt“.
Die letzten Schritte sind am schwersten
Etwa ein Jahr nach dem Vorfall ist Panettiere weit gekommen, aber noch nicht vollständig genesen. „Es fühlt sich an, als wäre ich fast wieder zurück zu meiner Normalität“, sagt sie. Gleichzeitig werde es zum Ende hin besonders anstrengend: „Je näher man der Ziellinie kommt, desto schwieriger fühlt sich alles an.“
Die Zeit hat auch ihren Blick auf Training verändert. Früher habe sie Stärke vor allem mit einem schlanken und zierlichen Körper verbunden. Heute gehe es darum, Muskeln gezielt zu stabilisieren und unter Spannung zu halten. Das soll auch helfen, Verletzungen künftig vorzubeugen.
Panettieres Erfahrung zeigt, wie langwierig die Erholung nach einer Nervenverletzung sein kann – und wie viel konsequentes Training selbst für kleine Fortschritte nötig ist.



