Ricky-Jade Jones (23) ist der zweitschnellste Spieler der Bundesliga (36,46 km/h). Der Stürmer des FC St. Pauli legt bei seiner Genesung nach einem Syndesmosebandriss ebenfalls Rekordtempo vor. „Er ist seiner Zeit voraus“, sagt Trainer Alexander Blessin (52). Am Mittwoch kehrte Jones ins Teamtraining zurück und soll nächste Woche komplett mitlaufen. Kommt er noch als Joker zum Einsatz? Der Trainer: „Ich glaube, dass er nächste Woche für Wolfsburg ein Thema ist.“
St.-Pauli-Retter statt befürchtetem Saison-Aus?
Jones hatte sich im Pokal in Leverkusen (3. Februar, 0:3) ohne Gegnereinwirkung schwer verletzt. Zwei Drittel der Hinrunde verpasste er wegen einer Schulter-OP nach einem Sturz in der Vorbereitung. Folge: nur neun Pflichtspiele (zwei Tore). Blessin: „Er ist ein belebendes Element.“ Der Engländer sorgt mit seiner fröhlichen Art für Lockerheit, arbeitet aber konzentriert an seinem Comeback.
Jones schneller fit: Wird ER St. Paulis letzte Rettungs-Hoffnung?
Blessin sagt über den engen Dreikampf (mit Heidenheim, Wolfsburg) um den Relegationsplatz: „Wenn wir uns einigeln oder rumheulen, werden wir es nicht schaffen. Wir brauchen auch positive Energie und Gesichter. Da ist er ein Typ, der uns dabei hilft. Wenn Ricky seine Scherze macht oder seinen Snake bringt.“ Mit der „Schlange“ feiert Jones seine Tore.
Der Jubel entstand noch bei seinem vorherigen Klub Peterborough (3. Liga England). Er bedeutet: „Pass immer auf die Schlange auf. Du weißt niemals, wann sie rauskommt und tödlich in der Box ist.“ Das erste Mal schlug die Schlange im Winter in Köln zu. Jones beendete damals mit seinem späten Kopfballtor zum 1:1 St. Paulis Horror-Serie von neun Pleiten am Stück. Alle hoffen nun, dass die Schlange noch mal vorschnellt – und den Klub in der Bundesliga hält.



