Ex-Schiri Urs Meier wütet nach Bayern-Aus gegen Paris
Urs Meier wütet nach Bayern-Aus gegen Paris

Der FC Bayern München hat den Einzug ins Finale der Champions League verpasst. Nach einem 1:1-Remis gegen Paris Saint-Germain am Mittwochabend richtet sich die Kritik vieler Beobachter gegen Schiedsrichter Joao Pinheiro. Der deutsche Rekordmeister fühlte sich durch mehrere Entscheidungen benachteiligt. Besonders ein nicht geahndetes Handspiel von Nuno Mendes sorgte für Unmut.

Urs Meier kritisiert Schiedsrichter-Leistung

Ex-FIFA-Schiedsrichter Urs Meier äußerte sich deutlich zur Leistung von Pinheiro. „Ich würde nicht sagen, dass er überfordert war. Aber in der Spielleitung und in der Kommunikation war das nicht durchgehend überzeugend“, erklärte der Schweizer Experte bei ran. Meier bemängelte, dass Pinheiro bereits zu Beginn des Spiels eine Linie gewählt habe, die er nicht konsequent durchziehen konnte. „Viele kleinere Fouls ließ er laufen, wodurch er sich selbst unter Druck setzte. Am Ende musste er zu viele Kompromisse eingehen, weil die Linie nicht klar genug war. Das sind Details, die auf diesem höchsten Niveau den Unterschied machen. Und da hatte ich den Eindruck, dass ihm in manchen Momenten noch ein Stück Routine fehlt.“

Kritik am Vierten Offiziellen

Ein besonders strittiger Moment ereignete sich in der 29. Minute: Ein Handspiel des bereits mit Gelb vorbelasteten Nuno Mendes blieb unbestraft. Stattdessen ahndete Pinheiro ein vermeintliches Handspiel von Konrad Laimer, der den Ball jedoch nicht mit der Hand berührt hatte. Für Meier lag die Schuld bei Vierten Offiziellen Espen Eskas. „Der Schiedsrichter selbst konnte das so, wie er positioniert war, gar nicht sauber erkennen. In solchen Momenten ist er auf die Unterstützung seines Teams angewiesen – und in diesem Fall auf den Vierten Offiziellen. Und das ist nicht irgendwer: Espen Eskas ist ein erfahrener FIFA-Schiedsrichter, der bei der WM dabei ist“, so Meier. Er fügte hinzu: „Ich habe den Eindruck, dass er sich selbst nicht zu hundert Prozent sicher war und trotzdem so eine Entscheidung trifft. Das ist erstaunlich. Das darf auf diesem Niveau nicht passieren – das ist schon ein dickes Brett.“

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Klare Benachteiligung der Bayern

Meier zog ein eindeutiges Fazit: „Das wäre eine eindeutige Gelb-Rote Karte für Mendes gewesen. Dann hätte das Spiel einen anderen Verlauf genommen. Genau an diesem Punkt kann der FC Bayern München absolut verärgert sein. Denn solche Entscheidungen sind spielentscheidend. In diesem Fall war es eine klare Benachteiligung der Bayern.“ Die Münchner waren zudem verärgert, als ein Handspiel von Joao Neves im eigenen Strafraum ungeahndet blieb, nachdem ihm Teamkollege Vitinha den Ball an den Arm geschossen hatte.

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