In Madrid scheinen die Nerven blank zu liegen. Am Sonntag (21 Uhr) steht das entscheidende Clásico an. Die Königlichen müssen gewinnen, um noch eine Chance auf die Meisterschaft zu haben. Medienberichten zufolge kam es jetzt zur Eskalation in der Kabine – und das nicht zum ersten Mal. Erst kürzlich waren Rüdiger und Carreras aneinander geraten. Diesmal sollen Mittelfeld-Star Federico Valverde und Aurélien Tchouaméni heftig aneinandergeraten sein – mit Folgen.
Wie die spanische Zeitung „Marca“ berichtet, eskalierte ein Streit zwischen beiden Spielern derart, dass Valverde anschließend sogar im Krankenhaus behandelt werden musste. Der Vorfall soll sich nach einer hitzigen Trainingseinheit in der Kabine ereignet haben.
Nach Angaben spanischer Medien hat der Verein eine Untersuchung eingeleitet, um den genauen Hergang zu ermitteln. Präsident Florentino Perez (79) persönlich drängt auf Aufklärung. Disziplinarverfahren gegen beide Spieler sollen eröffnet worden sein – sie könnten letztlich zu ihrer Suspendierung aus dem Kader führen!
Bereits zuvor hatte es Spannungen zwischen beiden gegeben. Laut dem Bericht verweigerte Valverde seinem Teamkollegen am Morgen den Handschlag. Die Stimmung im Training sei anschließend „sehr feindselig“ gewesen. Nach einem Zweikampf auf dem Platz soll die Situation endgültig außer Kontrolle geraten sein.
Krisensitzung bei Real Madrid
Die Lage scheint intern mittlerweile so ernst zu sein, dass die Klubführung sofort reagierte. Laut „Marca“ wurde direkt nach dem Vorfall eine Krisensitzung einberufen, an der auch Real-Vorstand José Ángel Sánchez teilgenommen haben soll.
Dem Bericht zufolge durfte kein Spieler das Trainingsgelände verlassen. Ziel sei gewesen, die Spannungen innerhalb der Mannschaft vor dem wichtigen Saisonendspurt einzudämmen.
Besonders brisant: Es ist offenbar nicht der erste interne Eklat in den vergangenen Wochen. Zuletzt hatte Journalist Miguel Serrano bei „Radioestadio Noche“ berichtet, dass es im Februar zu einer hitzigen Auseinandersetzung zwischen Antonio Rüdiger und Álvaro Carreras gekommen sein soll.
Damals stand sogar eine Ohrfeigen-Attacke im Raum. Carreras erklärte später auf Instagram: „Was den Vorfall mit einem Teamkollegen betrifft, so handelt es sich um eine einmalige Angelegenheit ohne Bedeutung, die bereits geklärt ist.“ Die Rüdiger-Seite bestritt Handgreiflichkeiten.
Real vor dem Clásico unter Druck
Die angespannte Stimmung kommt für Real Madrid zur Unzeit. Denn am Sonntag wartet der Clásico beim FC Barcelona und dort droht den Königlichen die nächste große Enttäuschung.
Verliert Real im Camp Nou oder holt Barça mindestens einen Punkt, ist die Mannschaft von Hansi Flick spanischer Meister. Dazu verlief die Saison bislang ohnehin enttäuschend. In der Champions League war bereits im Viertelfinale Schluss, im Pokal scheiterte Real ebenfalls früh.



