Getöteter Jermaine (14): Asylpolitik versagte bei mutmaßlichem Killer
Asylpolitik versagte bei Jermaines mutmaßlichem Killer

Ein fröhlicher 14-Jähriger, ein verlassenes Abrisshaus, ein mehrfach abgelehnter Asylbewerber: Der Fall Jermaine B. legt die Fehler in der europäischen Asylpolitik schonungslos offen. BILD liegen die Akten zum mutmaßlichen Killer Qais Saleh vor, in denen sich Entscheidungen, Versäumnisse und rechtliche Hürden zu einer tödlichen Kette verbinden.

Die Chronologie des Versagens

Qais Saleh, ein mehrfach abgelehnter Asylbewerber, hätte längst abgeschoben werden müssen. Doch stattdessen konnte er jahrelang in Deutschland bleiben. Die Akten zeigen, dass Saleh bereits 2022 erstmals abgelehnt wurde. Trotz mehrerer Rechtsmittel blieb er im Land. Im Januar 2023 wurde seine Ausreisepflicht vollziehbar. Dennoch geschah nichts.

Bürokratische Hürden und fehlende Konsequenz

Die zuständigen Behörden in Memmingen waren überfordert. Saleh legte immer wieder Klagen ein, die das Verfahren verzögerten. Zudem fehlten oft die nötigen Papiere für eine Abschiebung. „Das System ist darauf ausgelegt, Asylbewerber zu schützen, nicht aber die Bevölkerung vor Gefährdern“, kommentiert ein Insider. Der Fall zeigt, wie Lücken im System ausgenutzt werden können.

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Die tragische Tat

Am 5. Mai 2026 wurde der 14-jährige Jermaine B. in einem verlassenen Abrisshaus in Memmingen tot aufgefunden. Die Polizei nahm Qais Saleh kurz darauf fest. Die Obduktion ergab, dass Jermaine durch mehrere Messerstiche getötet wurde. Die Tat erschüttert die Stadt und wirft Fragen auf, die weit über den Einzelfall hinausgehen.

Reaktionen aus Politik und Gesellschaft

Politiker aller Parteien fordern Konsequenzen. „Dieser Fall darf sich nie wiederholen“, sagt der bayerische Innenminister. Die Opposition wirft der Regierung vor, zu lasch gegen abgelehnte Asylbewerber vorzugehen. In Memmingen finden Mahnwachen statt, die ein Gedenken an Jermaine und ein Umdenken in der Asylpolitik fordern.

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