Bettina Tietjen begeistert in Ludwigslust mit Campinggeschichten
Bettina Tietjen: Campinglesung in Ludwigslust

Die Ludwigsluster Stadthalle war in dieser Woche Schauplatz einer begeisterten und denkwürdigen Lesung mit der derzeit wohl berühmtesten norddeutschen Camperin und NDR-Moderatorin Bettina Tietjen. Sie war auf Einladung der Freunde der Bibliothek in Ludwigslust zu Gast, und die Nachfrage war schon im Vorfeld riesig. Organisatorin Anke Ballhorn: „Wir haben eine Woche gebraucht, um ausverkauft zu sein. Wir hatten dann so viele Nachfragen, ich glaube, wir hätten die Halle dreimal verkaufen können.“ Bettina Tietjen ist in Ludwigslust keine Unbekannte. Sie war bereits zum vierten Mal in der Stadt, dieses Mal, um aus ihrem zweiten Campingbuch vorzulesen.

Die treuen Fans sicherten sich schon früh ihre Plätze. Schon eine halbe Stunde vor Beginn der Lesung war die Stadthalle so gut wie gefüllt. Die größten Fans waren schon deutlich vor 17 Uhr in der Halle, um sich die besten Plätze zu ergattern. Tietjen zu ihrem Publikum: „Ich finde das super hier, die Stimmung ist einmalig. Ich komme gern hierher, weil die Halle immer so knallvoll und die Stimmung eine ganz besondere ist. Abgesehen davon, dass die Stadt mit ihrem Kopfsteinpflaster und dem Schloss richtig schön ist.“

Eine begnadete Erzählerin fesselte ihr Publikum

Bettina Tietjen legte dann wenig später auf der Bühne, die für sie an diesem Abend mit einer extra Dekoration versehen war, dann auch so los, wie man sie im Fernsehen kennt. Eine unendlich freundliche, einfache, zugewandte Frau, die schier endlos und ohne Punkt reden kann und der alle mit Begeisterung zuhören. Schon früh hatte sie den Beifall und die Lacher auf ihrer Seite, als sie von ihrem verhinderten Flug nach Australien berichtete. Sie und ihr Mann, den sie ja nur den Ingenieur nennt, hatten einfach vergessen, am richtigen Tag am Flughafen zu sein. Noch interessanter waren natürlich ihre Campingerlebnisse, die viele im Saal nachvollziehen konnten und die den Reiz und den Charme dieses Buches ausmachen. Mit ihrem 27 Jahre alten Wohnmobil und dem Bekenntnis zum einfachen, eingeschränkten Campen hat sich die 66-jährige Moderatorin viele Freunde erworben. Sie berichtete im Vorgespräch mit unserer Redaktion auch von zahlreichen Angeboten, die sie von Campingplätzen erhalten würde oder von verschiedenen Messen, aber sie wolle einfach die ruhige und einfache Form des Campings weiterhin mit ihrem Mann genießen.

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Das Geheimnis der gelben Streifen

Dass ihr privates Wohnmobil, ein umgebauter Transporter, den ihr Mann praktisch zum Leben erweckt hat, einmal wegen der Fernsehaufnahmen so berühmt werden würde, war den Tietjens zunächst nicht klar. Unter dem spürbaren Vergnügen der Zuhörer berichtete Tietjen dann auch von den vergeblichen Versuchen, das Wohnmobil mit gelben Streifen zu tarnen, die sich dann aber nicht mehr ablösen ließen. Und im Ergebnis seien die gelben Streifen jetzt zu einem Markenzeichen geworden, und man werde durch die Streifen nahezu auf jedem Campingplatz ohne Frage und ganz schnell erkannt.

Versprechen, wieder nach Ludwigslust zu kommen

Tietjen ist nicht nur eine sehr gute Erzählerin. Sie ist auch eine geduldige Zuhörerin. Sie nahm sich sowohl in der Pause als auch nach der Lesung enorm viel Zeit, um die vielen Wünsche ihrer Fans nach Einträgen in die Bücher, nach gemeinsamen Fotos zu erfüllen, und so konnte sie erst weit nach 22 Uhr in ihr Hotel zurückkehren. Organisatorin Anke Ballhorn konnte ihr dabei schon das Versprechen abringen, dass sie bei der nächsten Lesung eines neuen Buches zum Thema Camping natürlich wieder in Ludwigslust auftreten werde. Bettina Tietjen: „Ich sage meinem Verlag immer, denkt daran, ich will auf jeden Fall nach Ludwigslust.“

Freunde der Bibliothek hingen sich voll rein

Organisiert hat das Ganze am Ende der „Förderverein der Stadtbibliothek Ludwigslust“. Der erblickte formal nur Stunden vor der Lesung das Licht der Welt und konnte somit im Mietvertrag für die nicht gerade preiswerte Stadthalle stehen. Anke Ballhorn konnte sich als Initiatorin, aber auch auf viele andere Helfer und Unterstützer verlassen. Beispielsweise auf den Toom-Baumarkt, der die ungewöhnliche Dekoration der Bühne für diesen Abend kostenlos zur Verfügung stellte.

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