Psychologin erklärt: Warum wir immer wieder in schwierige Beziehungen geraten
Warum wir immer in schwierige Beziehungen geraten

Bindungsstile prägen unser Liebesleben: Expertin erklärt Muster

Warum landen manche Menschen immer wieder in Beziehungen, die nicht gut für sie sind? Diese Frage beantwortet die Psychologin und Speakerin Pia Kabitzsch in einem aktuellen Beitrag. Sie erklärt, wie frühkindliche Erfahrungen und daraus resultierende Bindungsstile unser Dating-Verhalten, unsere Partnerschaften und sogar Trennungsprozesse maßgeblich beeinflussen.

Die Macht der frühkindlichen Prägungen

Laut Kabitzsch werden unsere Beziehungsmuster bereits in der Kindheit angelegt. Bindungsstile, die wir in den ersten Lebensjahren entwickeln, wirken sich oft ein Leben lang aus. Menschen mit einem unsicheren Bindungsstil neigen beispielsweise dazu, sich immer wieder in ähnlich schwierige Partnerschaften zu begeben, ohne sich dessen bewusst zu sein.

Die Expertin betont, dass diese Muster nicht in Stein gemeißelt sind. „Wir können alte Verhaltensweisen Schritt für Schritt verändern“, so Kabitzsch. Der erste und wichtigste Schritt sei die Selbsterkenntnis. Nur wer verstehe, warum er bestimmte Partner anziehe oder warum Konflikte immer nach dem gleichen Schema abliefen, könne aktiv an einer Veränderung arbeiten.

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Praktische Schritte zur Veränderung

Kabitzsch gibt konkrete Ratschläge, wie man aus negativen Beziehungsmustern ausbrechen kann:

  • Selbstreflexion: Analysieren Sie Ihre bisherigen Beziehungen und identifizieren Sie wiederkehrende Probleme.
  • Professionelle Unterstützung: Eine Therapie oder Coaching kann helfen, tiefsitzende Muster aufzudecken.
  • Achtsamkeit im Dating: Gehen Sie bewusster in neue Begegnungen und hinterfragen Sie erste Impulse.
  • Geduld: Die Veränderung von jahrelang eingeübten Mustern braucht Zeit und Übung.

Die Psychologin weist darauf hin, dass viele Menschen unbewusst Partner wählen, die ihre negativen Glaubenssätze bestätigen. Wer etwa das Gefühl habe, nicht liebenswert zu sein, suche oft nach Partnern, die dieses Gefühl verstärken. Durch bewusste Arbeit an der eigenen Bindungsfähigkeit könne dieser Teufelskreis durchbrochen werden.

Kabitzschs Ausführungen machen deutlich: Unser Liebesleben ist kein Zufall, sondern oft das Ergebnis tief verwurzelter psychologischer Mechanismen. Mit dem nötigen Wissen und der Bereitschaft zur Veränderung kann jeder seine Beziehungsqualität nachhaltig verbessern.

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