Kaiserhof in Penkun feiert erfolgreiche Premiere: Ehemaliges DDR-Gaststätte erstrahlt neu
Kaiserhof Penkun: Gelungene Premiere in sanierter DDR-Gaststätte

Historischer Moment in Penkun: Kaiserhof feiert erfolgreiche Premiere

Ein fast historischer Moment erlebte die Gemeinde Penkun am vergangenen Sonnabend, als der frisch sanierte Kaiserhof seine erste öffentliche Veranstaltung ausrichtete. Die Kinovorführung des Clubs der deutsch-polnischen Freundschaft lockte etwa 100 Besucher an, die so gut wie alle verfügbaren Plätze im Saal füllten. Damit erwies sich die Premiere als voller Erfolg und markierte einen wichtigen Meilenstein in der Wiederbelebung des historischen Gebäudes.

Großes Interesse übertrifft alle Erwartungen

Sowohl Hausherr Bodo Weih als auch die Veranstalter vom Club der deutsch-polnischen Freundschaft zeigten sich überwältigt von dem enormen Zuspruch. „Wir hatten mit so vielen Menschen nicht gerechnet“, räumten beide Seiten ein. Die Gäste, darunter Einwohner aus Penkun und seinen Ortsteilen sowie polnische Besucher, nutzten die Gelegenheit, den sanierten Saal erstmals von innen zu besichtigen.

Das architektonische Konzept überzeugte durch seine stimmige Gestaltung: rustikaler Parkettfußboden, eine hellgrüne Holzdecke mit farblich abgestimmter Bar, große Industrielampen, bodenlange Vorhänge und schlichte weiße Wände schaffen eine einladende Atmosphäre. Viele Besucher äußerten sich positiv über das gelungene Raumkonzept.

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Kultureller Höhepunkt mit dokumentarischem Film

Gezeigt wurde der Dokumentarfilm „Das Stoewer-Imperium. Von der Nähmaschine zur Limousine“ von der polnischen Drehbuchautorin und Regisseurin Helena Kwiatkowska. Der Film erzählt die faszinierende Geschichte des einstigen Industrieunternehmens und bot einen passenden kulturellen Rahmen für den deutsch-polnischen Austausch. Im Anschluss an die Vorführung weihten zahlreiche Gäste die neue Bar ein und verbrachten den Abend bei angeregten Gesprächen.

Von der Verfallskandidatur zur kulturellen Begegnungsstätte

Das Gebäude mit seiner bewegten Vergangenheit stand kurz vor dem Abriss, als die beiden Berliner Architekten Axel Wortmann und Bodo Weih die Immobilie im Frühjahr 2022 erwarben. Das historische Bauwerk aus dem Jahr 1865 war mehr als drei Jahrzehnte lang ungenutzt und zunehmend verfallen. Ursprünglich als „Haus der Einheit“ bekannt, diente es einst als DDR-Gaststätte und verlor nach der Wende seine Funktion.

Die Sanierung erfolgte mit besonderem Augenmerk auf Nachhaltigkeit und Regionalität:

  • Verwendung natürlicher Baustoffe wie Lehm, Holz, Kalk und Ton
  • Zusammenarbeit mit vorwiegend regionalen Firmen
  • Beibehaltung historischer Elemente bei moderner Ausstattung

Bis auf die Fertigstellung des historischen Saals sind die Arbeiten noch nicht abgeschlossen. Geplant sind eine Gaststätte, ein Hotel und eine Fahrradpension, die den Kaiserhof zu einem multifunktionalen Zentrum machen sollen.

Zukunftsperspektiven für den Kaiserhof

Der bereits fertiggestellte Saal bietet Platz für bis zu 60 Personen und kann ab sofort für Familienfeiern und andere Veranstaltungen gemietet werden. Hausherr Bodo Weih kündigte zudem an, dass demnächst dreimal wöchentlich ein Essensangebot im Kaiserhof verfügbar sein wird. Damit entwickelt sich das ehemalige „Haus der Einheit“ Schritt für Schritt zu einer lebendigen Begegnungsstätte für die Region.

Bereits Ende März hatte es mit einem deutsch-polnischen Unternehmerforum zum Thema „Bauen im Bestand“ ein sogenanntes „Soft-Opening“ gegeben. Die erfolgreiche Premiere zeigt nun, dass der Kaiserhof nicht nur architektonisch, sondern auch kulturell eine Bereicherung für Penkun und die gesamte Region darstellt.

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