Schweizer Gartenkunst: Das grüne Meisterwerk am Vierwaldstättersee 2026
Schönster Garten 2026: Schweizer Meisterwerk am Vierwaldstättersee

Schweizer Gartenkunst: Das grüne Meisterwerk am Vierwaldstättersee 2026

Hoch über dem Vierwaldstättersee, auf 800 Metern Höhe am Fuß der Rigi, erstreckt sich ein atemberaubendes grünes Kunstwerk. Der schönste Garten des Jahres 2026 befindet sich in Weggis im Schweizer Kanton Luzern und wurde vom renommierten Münchner Architekturverlag Callwey ausgezeichnet. Auf 400 Quadratmetern entfaltet sich hier eine Gartenanlage, die Maßstäbe in der modernen Landschaftsgestaltung setzt.

Ein Garten als organische Landschaftserweiterung

Der Schweizer Gartengestalter Daniel Berg und sein Team realisierten das Projekt unter dem Leitmotiv „Der Garten als ideale Fortsetzung einer Landschaft“. Berg, der im vergangenen Jahr als Newcomer in der Szene gewählt wurde, verfolgte von Anfang an ein klares Konzept: Die Grenzen zwischen gestalteter Natur und ursprünglicher Landschaft sollten nahezu unsichtbar werden.

Der spektakuläre Blick über den Vierwaldstättersee, die majestätischen Alpen und das Schweizer Mittelland wird durch die Gartenanlage nicht gestört, sondern harmonisch eingerahmt. Es handelt sich nicht um ein abgegrenztes Grünareal, sondern um eine sensible Einbettung in die bestehende Topografie.

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Reduktion auf das Wesentliche: Materialien und Pflanzen

Charakteristisch für diesen preisgekrönten Garten ist die konsequente Reduktion auf klare Formen und zurückhaltende Materialien. Regionale Natursteine gliedern den Raum auf vielfältige Weise:

  • Massive Stützmauern aus Bollinger Sandstein Brand, die fugenlos an den natürlichen Nagelfluh anschließen
  • Funktionale Terrassen und Sitzsteine aus demselben Material
  • Ein kunstvoll gestalteter Bachlauf mit Wasserfall, der sich natürlich aus den Steinformationen ergibt

Die Bepflanzung ordnet sich dem Gesamtkonzept unter und schafft weiche Übergänge zwischen Gestaltung und Wildnis. Eine imposante Flaumeiche wirkt, als wäre sie schon immer Teil dieser Landschaft gewesen. Sedum und Mauernfarne besiedeln die Ritzen zwischen den Steinen und verwischen die Grenzen zwischen Architektur und Natur.

Der Fächer-Ahorn als botanisches Highlight

Ein besonderer Blickfang ist der etwa 50 Jahre alte Fächer-Ahorn, der am Bachlauf positioniert wurde. Dieser beeindruckende Baum ist von jeder Ecke des Gartens aus sichtbar und bildet zusammen mit dem plätschernden Wasser ein poetisches Ensemble. Seine Präsenz unterstreicht das Konzept der zeitlosen Verwurzelung in der Landschaft.

Jurybegründung: Verschmelzung von Handwerk und Poesie

Die Fachjury des Architekturverlags Callwey würdigte insbesondere die gelungene Verbindung von Landschaft, Gartenkunst, handwerklicher Präzision und poetischer Gestaltung. Daniel Berg gelingt es, Räume zu schaffen, die sowohl mit ihrer Umgebung verschmelzen als auch eigenständig funktionieren. Der Garten in Weggis demonstriert beispielhaft, wie moderne Gartenkunst die natürliche Umgebung respektvoll ergänzen kann, ohne sie zu dominieren.

Dieses Projekt setzt neue Maßstäbe für die sensible Integration menschlicher Gestaltung in spektakuläre Naturlandschaften und zeigt, dass die Schweiz auch im Bereich der Gartenarchitektur internationale Vorreiterrolle einnimmt.

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