Washington/Teheran – Ein positives Signal, aber noch kein endgültiges Ende des Konflikts? US-Präsident Donald Trump (79) hat einen neuen Angriff auf den Iran vorerst aufgeschoben. Es gebe eine „sehr positive Entwicklung“, erklärte er am Montagabend (Ortszeit) im Weißen Haus. Verbündete im Nahen Osten hätten ihm mitgeteilt, sie seien „sehr nah dran, eine Einigung zu erzielen“, durch die der Iran keine Atomwaffen besitzen werde.
Trump stoppt Hegseths Angriffspläne
Trump äußerte sich zu einem möglichen Angriff: „Ich habe ihn für eine Weile verschoben, hoffentlich vielleicht für immer, aber möglicherweise nur für eine Weile, denn wir haben sehr intensive Gespräche mit dem Iran geführt, und wir werden sehen, was dabei herauskommt.“ US-Verteidigungsminister Pete Hegseth wurde angewiesen, keinen Iran-Angriff anzuordnen.
Zuvor hatte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social geschrieben, die Golfstaaten Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate hätten ihn gebeten, einen für Dienstag geplanten US-Angriff auf den Iran wegen neuer Gespräche mit Teheran aufzuschieben. Daraufhin habe er Verteidigungsminister Pete Hegseth, Generalstabschef Daniel Caine und das US-Militär angewiesen, einen bereits geplanten Angriff auf den Iran nicht auszuführen.
US-Streitkräfte bleiben in Bereitschaft
Trump ergänzte jedoch, die Streitkräfte sollten sich bereithalten, „jederzeit einen umfassenden, groß angelegten Angriff auf den Iran auszuführen, falls keine akzeptable Einigung zustande kommt.“ Trump hatte dem Iran am Sonntag erneut mit Vernichtung gedroht, sollte Teheran dem US-Vorschlag für ein Ende des Krieges nicht zustimmen. Zur zentralen Bedingung machte er, dass der Iran nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangt.
Die Entwicklung zeigt, dass trotz der angespannten Lage eine diplomatische Lösung möglich scheint. Die Vermittlung durch die Golfstaaten unterstreicht deren wachsende Rolle in regionalen Konflikten. Ob die Gespräche tatsächlich zu einem dauerhaften Abkommen führen, bleibt abzuwarten. Klar ist: Die militärischen Optionen liegen weiterhin auf dem Tisch, falls die Verhandlungen scheitern sollten.



