Wenige Tage vor dem 54. Internationalen Dixieland Festival in Dresden haben die Veranstalter die traditionelle Abschlussparade abgesagt. Grund seien verspätete Sicherheitsvorgaben der Stadt, die eine verantwortungsvolle Durchführung unmöglich machten.
Kritik an der Stadtverwaltung
Der Veranstalter, die Sächsische Festival Vereinigung e.V., wirft der Landeshauptstadt vor, trotz monatelanger Vorbereitungen erst rund zehn Tage vor Festivalbeginn konkrete Auflagen gemacht zu haben. Bereits im August 2025 habe man die Planungsunterlagen inklusive der geplanten Paradestrecke eingereicht. Die nun geforderten Maßnahmen – darunter ausreichend Sicherheitspersonal sowie stationäre und mobile Sperren gegen schwere Fahrzeuge – ließen sich nicht kurzfristig umsetzen. Insbesondere sei das Festival stark auf Ehrenamtliche angewiesen, was zusätzliche Anforderungen bei Personal, Technik und Sicherheit erschwere.
Entscheidung mit schwerem Herzen
„Die Absage der Parade ist uns nicht leicht gefallen. Im Gegenteil: Wir haben intensiv versucht, sie möglich zu machen“, betonten die Organisatoren. Die Entscheidung treffe sowohl das Publikum als auch die Macher des Festivals gleichermaßen. Die zahlreichen Konzerte in Clubs, Sälen und auf Bühnen vom 10. bis 17. Mai 2026 mit Bands aus Europa, Deutschland und Dresden seien von der Absage jedoch nicht betroffen. Das Dixieland-Festival findet seit 1978 statt und ist eines der traditionsreichsten Musikereignisse der Stadt.



