Leichte Belebung im Wohnungsbau: 12 Prozent mehr Genehmigungen in Bayern
Wohnungsbau in Bayern: 12% mehr Genehmigungen

Im bayerischen Wohnungsbau zeichnet sich eine leichte Belebung ab. Wie das Statistische Landesamt in Fürth mitteilte, erteilten die Kommunen im Freistaat von Januar bis März 2026 insgesamt 15.325 Baugenehmigungen für neue Wohnungen. Das entspricht einem Anstieg von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem 13.666 Wohnungen genehmigt wurden. Damit setzt sich der Aufwärtstrend des vergangenen Jahres fort, auch wenn von einer grundlegenden Trendwende noch nicht die Rede sein kann.

Regionale Unterschiede prägen das Bild

Der bayernweite Durchschnitt verdeckt jedoch erhebliche regionale Schwankungen. Während in Oberbayern mit 5.739 genehmigten Wohnungen ein Plus von 18,8 Prozent verzeichnet wurde, gingen die Genehmigungen in Oberfranken um 19,4 Prozent zurück. Auch in Niederbayern und Schwaben wurden weniger Bauvorhaben genehmigt. In absoluten Zahlen liegt Oberbayern als bevölkerungsreichster Regierungsbezirk weiterhin an der Spitze, gefolgt von Mittelfranken und Schwaben.

Keine Trendwende in Sicht

Im mehrjährigen Vergleich wird deutlich, dass die Talsohle noch nicht durchschritten ist. Auslöser des Einbruchs war das Ende der Nullzinsphase im Jahr 2022. Im ersten Quartal 2022 hatten die bayerischen Kommunen noch knapp 21.500 Wohnungen genehmigt – über 6.000 mehr als im aktuellen Berichtszeitraum. Zwar ist die Zahl der Genehmigungen ein verlässlicher Indikator für die Bautätigkeit der kommenden ein bis zwei Jahre, doch nicht alle genehmigten Projekte werden auch realisiert.

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Für Normalverdiener bleibt die Suche nach bezahlbarem Wohnraum in vielen bayerischen Städten weiterhin schwierig. Die leichte Belebung im Wohnungsbau könnte jedoch zumindest eine gewisse Entspannung auf dem angespannten Markt bringen, sofern die gestiegenen Genehmigungszahlen auch tatsächlich in Neubauten münden.

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