Die Dresdner Musikfestspiele haben mit einem humorvollen Auftakt begonnen. Lokalmatador und Comedian Olaf Schubert mischte das Publikum im Kulturpalast auf. Einen Monat lang dreht sich alles um die „Leichtigkeit des Seins“. Bis zum 14. Juni stehen 64 Konzerte und Veranstaltungen auf dem Programm.
Leichtigkeit in schwierigen Zeiten
Intendant Jan Vogler betonte, dass gerade in herausfordernden Zeiten Momente der Leichtigkeit wichtig seien. Musik könne viel positive Energie geben. Er freue sich, mit Kollegen und Publikum die Leichtigkeit des Seins in allen Facetten zu entdecken. Das Festival setzt nicht nur auf klassische Musik, sondern auch auf Pop, Jazz, Tanz, Theater und Weltmusik.
Eröffnungskonzert mit Olaf Schubert
Nach dem inoffiziellen Auftakt mit einer Aufführung von Richard Wagners „Götterdämmerung“ auf historischen Instrumenten fand am Freitagabend das Eröffnungskonzert statt. Olaf Schubert sorgte für humorvolle Einlagen. Die Dresdner Philharmonie spielte unter der Leitung der Norwegerin Tabita Berglund Werke wie die „Oberon“-Ouvertüre und Modest Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“. Jan Vogler war als Solist beim Cello-Konzert von Henri Dutilleux zu hören.
Cellomania und London Philharmonic Orchestra
Zum dritten Mal gibt es das „Festival im Festival“ namens „Cellomania“. Vier Wochen lang sind etwa 40 Cellisten aus aller Welt in 17 Konzerten zu erleben. Das London Philharmonic Orchestra unter Edward Gardner hat eine Residenz und präsentiert an zwei Abenden Werke von Edward Elgar. Als Solisten treten die britische Geigerin Nicola Benedetti und Jan Vogler auf.
Neues Konzept für „Dresden singt“
Das traditionelle Mitmach-Konzert „Dresden singt“ hat ein neues Konzept. Erstmals verzichtet man auf Chöre und lässt stattdessen die Dresdner Band Manina am 30. Mai auf dem Schlossplatz auftreten. Das Publikum kann Popsongs mitsingen oder tanzen. Bereits zuvor sind Laienmusiker und Bands bei der „Klingenden Stadt“ auf Bühnen in der Innenstadt eingeladen.
Die Dresdner Musikfestspiele wurden 1978 gegründet und konnten schon vor der Wende Stars aus dem Westen präsentieren. Unter Intendant Jan Vogler entwickelten sie sich zu einem führenden Festival in Europa. Jährlich besuchen rund 60.000 Gäste die Konzerte, von denen viele bereits im Voraus ausverkauft waren.



