München vor neuem Festival-Höhepunkt: Heartbeatz plant Großevent mit Robin Schulz
Wo heute noch Spaziergänger und Anwohner die Ruhe genießen, könnte schon bald der musikalische Ausnahmezustand ausbrechen: In München-Waldperlach planen die Veranstalter Leo Wagenhofer (18) und Christopher Kersten (37) mit dem Heartbeatz-Festival ein neues Musikgroßereignis. Vom 12. bis 14. Juni sollen täglich bis zu 20.000 Menschen auf dem Gelände an der Putzbrunner Straße feiern – insgesamt könnten so über das Wochenende bis zu 60.000 Besucher zusammenkommen.
DJ-Superstar als Zugpferd
Die Veranstalter haben bereits einen ersten großen Coup gelandet: DJ Robin Schulz, internationaler Star mit 2,4 Millionen Instagram-Followern, wurde als Headliner für den Sonntag, den 14. Juni, angekündigt. „Das wird etwas, das München so noch nicht gesehen hat“, verspricht Wagenhofer im Gespräch. Neben Schulz konnten bereits der deutsche Popsänger Mike Singer sowie weitere nationale und internationale Künstler gewonnen werden, darunter ein bekannter deutscher Rapper und eine weltberühmte Rockband.
Gemeinnütziges Konzept mit sozialem Engagement
Das Festival setzt bewusst auf Nachhaltigkeit und soziales Engagement. Ein Teil der Einnahmen soll gemeinnützige Projekte unterstützen, darunter die DKMS, Ein Herz für Kinder und die Deutsche Kinderkrebshilfe. „Unser Ziel ist es nicht, an den Tickets zu verdienen, sondern über das gesamte Event hinweg ein nachhaltiges Konzept zu schaffen“, erklärt Kersten. Die Ticketpreise bewegen sich zwischen 60 und 80 Euro, während die Gastronomie – in Partnerschaft mit der Brauerei Aying und dem Likörhersteller Lillet – die Haupteinnahmequelle bilden soll.
Genehmigungsverfahren noch nicht abgeschlossen
Trotz der ambitionierten Pläne steht die offizielle Genehmigung noch aus. Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) teilt mit, dass bisher lediglich ein „Veranstaltungsentwurf“ eingereicht wurde. Entscheidend für die Genehmigung sind ein tragfähiges Sicherheits- und Verkehrskonzept sowie ein schalltechnisches Gutachten – besonders sensibel, da sich in unmittelbarer Nähe ein Altenheim, ein Krankenhaus und Wohngebiete befinden.
Die Veranstalter zeigen sich optimistisch: Bereits durchgeführte Lärmschutzmessungen lägen unter den Grenzwerten, und moderne Soundtechnik solle die Belastung minimieren. Mit der Dachauer P3 Security GmbH wurde zudem ein erfahrener Partner für die Sicherheit gewonnen.
Hohes finanzielles Risiko und lokale Überraschung
Für ihr Vorhaben haben Wagenhofer und Kersten bereits rund 800.000 Euro investiert. „Gefühlt schlafe ich überhaupt nicht mehr“, gesteht Kersten, doch beide blicken mit Zuversicht in die Zukunft. Überrascht zeigen sich hingegen lokale Vertreter: Thomas Kauer, Vorsitzender des Bezirksausschusses Ramersdorf-Perlach, hatte von den Plänen erst durch Nachfrage erfahren.
Das Festival soll bewusst inklusiv gestaltet werden: Am 14. Juni ist ein Familientag mit Angeboten für Kinder geplant, abends folgt ein Public Viewing zum deutschen Fußball-WM-Eröffnungsspiel gegen Curaçao.
Mit dem Heartbeatz-Festival würde München ein weiteres Großevent erhalten – vergleichbar mit dem Superbloom-Festival im Olympiapark (50.000–70.000 Besucher täglich) oder dem Isle of Summer auf der Galopprennbahn Riem (15.000–20.000 Besucher). Ob die Vision Wirklichkeit wird, hängt nun von den noch ausstehenden Genehmigungen ab.



