HSV vor Stuttgart-Spiel: Wer ersetzt den gesperrten Muheim auf Linksverteidiger?
Eine ungewohnte Situation für Miro Muheim und den Hamburger SV: Der Schweizer Linksverteidiger muss das wichtige Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart am Sonntag (17.30 Uhr, DAZN) von der Tribüne aus verfolgen. Grund dafür ist eine Notbremse im letzten Spiel gegen den FC Augsburg (1:1), die zur Roten Karte und einer ein Spiel dauernden Sperre durch den DFB führte.
Muheims seltene Abwesenheit
Für den 28-jährigen Nationalspieler ist diese Zwangspause eine absolute Ausnahme. In seinen insgesamt 157 Einsätzen für den HSV musste er erst zweimal vorzeitig das Feld verlassen. Gegen Augsburg war es sogar das erste Mal in der Bundesliga überhaupt. Das zweite Mal geschah dies in der 2. Liga beim 1:2 in Paderborn am 9. Dezember 2023. In der laufenden Saison fehlte Muheim bisher nur ein einziges Mal – und zwar aufgrund einer Gelbsperre im Spiel gegen Bayer Leverkusen (0:1).
Polzins Personalpuzzle auf der linken Seite
HSV-Trainer Merlin Polzin steht nun vor einer ungewohnten Herausforderung. Aufgrund der Verlässlichkeit und Konstanz von Muheim auf der linken Abwehrseite musste er sich bisher nur sehr selten Gedanken über die Besetzung dieser Position machen. Vor dem schwierigen Auswärtsspiel in Stuttgart muss er jedoch eine Entscheidung treffen, wer den Schweizer ersetzen soll.
Zwei Profis gelten als aussichtsreichste Kandidaten: William Mikelbrencis (22) und Giorgi Gocholeishvili (25). Der Franzose Mikelbrencis hat in dieser Saison bereits beim spektakulären 2:2 gegen Bayern München auf der Muheim-Position überzeugt. In jenem Spiel war Muheim überraschend im zentralen Mittelfeld eingesetzt worden.
Eine weitere taktische Variante wäre, nicht auf Gocholeishvili zu setzen und stattdessen Linksaußen Fabio Baldé (20) in die Abwehr zurückzuziehen. Dies würde es ermöglichen, Mikelbrencis auf seiner angestammten rechten Seite einzusetzen.
Trainer Polzin hält alle Optionen offen
„Wir haben in dieser Woche im Training unterschiedliche Konstellationen getestet“, erklärte Polzin zur Personalfrage auf der linken Abwehrseite. „Und geschaut, was passend wäre für den kommenden Gegner VfB Stuttgart. Es könnte auch sein, dass jemand hereinrutscht, der bisher weniger gespielt hat in dieser Saison. Es kann auch eine offensive Lösung werden. Wir haben es selbst noch nicht komplett entschieden. Die Entscheidung ist in allen Richtungen offen.“
Die Worte des Trainers zeigen deutlich, dass er mit verschiedenen Formationen experimentiert hat und sogar ungewöhnliche Lösungen in Betracht zieht. Die Flexibilität im Kader könnte sich als entscheidender Vorteil erweisen, um die Abwesenheit des Stammspielers Muheim bestmöglich zu kompensieren.



