Osterspaziergänge in Aschersleben: Zwei traditionelle Veranstaltungen in Bildern
Ostern ist in Aschersleben traditionell die Zeit für besondere Spaziergänge. In diesem Jahr fanden gleich zwei beliebte Veranstaltungen statt: Ein historischer Stadtrundgang mit Klaus Heydenbluth und eine Führung durch den Zoo mit der neuen Zoochefin Sandra Röhner. Hier präsentieren wir einige fotografische Impressionen dieser österlichen Traditionen.
Historische Stadtführung mit Klaus Heydenbluth als Hans Döring
Klaus Heydenbluth stand auf der großen Freitreppe im Apothekergraben und ließ Goethes Osterspaziergang durch die Promenade erschallen. Nur bei den erwähnten Blumen, die im Revier angeblich fehlen sollten, kam er ins Stocken – mit Blick auf die üppige Blütenpracht entlang des Weges. „Das hat er nicht gut beobachtet, aber es musste sich ja irgendwie reimen…“ – typisch Heydenbluth, wie ihn die Fans des jährlichen Osterspaziergangs kennen und lieben.
Doch war es wirklich der Schauspieler Klaus Heydenbluth oder vielmehr der 1909 in Aschersleben geborene Bildhauer Hans Döring? Wenn Heydenbluth alljährlich zu Ostern in die Rolle eines der großen Söhne der Stadt schlüpft, lebt er seine Figuren vollständig auf. In diesem Jahr verkörperte er den Bildhauer Hans Döring, Vertrauter von Stadtbaurat Hans Heckner.
Jeder Ascherslebener kennt die von Döring geschaffenen Kunstwerke:
- Die vier Putten an den Rathauseingängen
- Die Romdohrbüste in der Augustapromenade
- Den Eulenbrunnen auf dem Friedhof
Der Spaziergang führte auch am ehemaligen Wohnhaus Dörings „Über dem Wasser“ vorbei. Dort wunderte sich der Künstler (oder war es doch Heydenbluth?), dass seine Heimatstadt nicht einmal eine Gedenktafel am Eingang anbringen könne, um an ihn zu erinnern.
Die etwa 150 Teilnehmer erlebten zwei Stunden voller Einblicke in Dörings Biografie, begleitet von Gedichten und der musikalischen Untermalung durch Susanne V. Thiele und Axel D. Wolf. Vor Beginn gab es wie üblich eine Einführung im voll besetzten Ratssaal.
Zoochefin Sandra Röhner stellt sich bei Osterführung vor
Zur gleichen Zeit, nur einige hundert Meter entfernt, präsentierte sich die frischgebackene Ascherslebener Zoochefin Sandra Röhner bei ihrer ersten Osterführung den Besuchern. In einer kurzen Begrüßungsrede erläuterte sie ihre Vorstellungen für die künftige Ausrichtung des Zoos.
„Um diese Perspektive jetzt schon mit konkreten Projekten zu untermauern, fühle ich mich noch nicht lange genug im Amt“, erklärte Röhner. Sie wolle zunächst die Gegebenheiten vor Ort genau kennenlernen, bevor sie konkrete Pläne vorstelle.
Gemeinsam mit Tierpflegerin Cindy Witkowski führte die Chefin dann etwa 30 interessierte Gäste auf eine große Runde durch den Zoo. Trotz ihrer Zurückhaltung bei langfristigen Plänen konnte Röhner einige bereits begonnene Neuerungen verkünden:
- Die Flamingos erhalten endlich ihr neues Haus – ein Vorhaben, das schon lange in Planung war
- Wenn alles nach Plan verläuft, könnten die Vögel das Gebäude Ende 2027 beziehen
Beide Osterspaziergänge zeigten einmal mehr, wie vielfältig die österlichen Traditionen in Aschersleben sind – von historischer Stadtkultur bis hin zur Tierpark-Erkundung.



