Defa-Jubiläum: Drei DDR-Filme zum Wiederentdecken
Defa-Jubiläum: Drei DDR-Filme zum Wiederentdecken

Lust auf einen Filmabend mit Klassikern aus der DDR? Vor genau 80 Jahren, am 17. Mai 1946, wurde die Deutsche Film-Aktiengesellschaft (Defa) gegründet, die einstige Filmgesellschaft der DDR. Anlässlich dieses Jubiläums hat Stefanie Eckert, Vorstand der Defa-Stiftung, drei besondere Filme aus dem umfangreichen Archiv ausgewählt, die man unbedingt gesehen haben sollte.

„Sterne“ – ein Spielfilm von Konrad Wolf

Der Film aus dem Jahr 1959 spielt während des Zweiten Weltkriegs in Bulgarien und erzählt eine sensible Liebesgeschichte. Er gilt als einer der ersten Filme eines deutschen Regisseurs, der den Holocaust thematisiert. „Das ist eine wunderschöne Geschichte, die aber auch voller Trauer ist“, beschreibt Eckert den Film. Gezeigt wird „Sterne“ unter anderem beim Streamingportal Filmfriend.

„Winter adé“ – ein Dokumentarfilm von Helke Misselwitz

Dieser Dokumentarfilm aus dem Jahr 1988 porträtiert Frauen in der DDR. Regisseurin Helke Misselwitz reiste von Süden bis in den Norden des Landes und traf Frauen, die offen über ihre Sehnsüchte, ihr Leben und ihre Arbeit sprachen. „Man gewinnt einen tiefen Einblick in das Leben von Frauen in der DDR. Der Film ist sehr schön und ruhig erzählt, fast poetisch“, so Eckert. Die Bundeszentrale für politische Bildung zeigt den Film.

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„Die Leuchtturminsel“ – ein Trickfilm von Günter Rätz

„Ein ganz bezaubernder Kinderfilm“, schwärmt Eckert über den etwa 40-minütigen Trickfilm aus den 1970er Jahren. Die Geschichte um den Leuchtturmwärter Jonathan, einen faulen Kater, einen nörgelnden Ziegenbock und den Hund Mondschein sei „wahnsinnig amüsant, schräg und lustig“. Auch heute noch begeistere er Kinder. Der Film ist auf dem YouTube-Kanal Defa-Filmwelt verfügbar.

Stefanie Eckert betont, dass die Auswahl schwergefallen sei: „Das ist eine ganz schwierige Frage. Ich könnte viele aufzählen.“ Doch diese drei Filme bieten einen repräsentativen Querschnitt durch das vielfältige Schaffen der Defa – von bewegenden Dramen über einfühlsame Dokumentationen bis hin zu unterhaltsamen Animationsfilmen.

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