Tatort-Kommissarin Ulrike Folkerts: Kiffen nie bekommen, aber für Drogen-Legalisierung
Im neuen Tatort mit dem Titel Sashimi spezial erlebt die dienstälteste deutsche Krimi-Ermittlerin Lena Odenthal, gespielt von Ulrike Folkerts (64), eine besonders intensive Szene. Ihre Kollegin Johanna Stern, dargestellt von Lisa Bitter (42), versetzt ihr einen kräftigen Haken in den Bauch, was die Zuschauer atemlos zurücklässt. Doch hinter den Kulissen ist diese heftige Konfrontation sorgfältig choreografiert.
Stuntleute sorgen für realistische Action
Für körperliche Attacken wie diese gibt es am Set spezielle Stuntleute, die den Schauspielerinnen präzise Anweisungen geben. Ulrike Folkerts erklärt: „Das muss gut aussehen, echt wirken und darf am Ende kein bisschen wehtun. Wut und Schmerz spielen wir nur.“ Trotz der intensiven Darstellung machten die Streitszenen beiden Schauspielerinnen sogar großen Spaß. Folkerts betont: „Oh ja, solche Szenen sind reizvoll und spannend zu spielen. In diesem Fall macht sich Lena Odenthal aber Sorgen um ihre Kollegin.“
Von Kolleginnen zu Freundinnen
Seit zwölf Jahren ermitteln Ulrike Folkerts und Lisa Bitter bereits gemeinsam im Tatort-Team, und ihre berufliche Zusammenarbeit hat sich zu einer echten Freundschaft entwickelt. Folkerts erzählt: „Wir sind zu Freundinnen geworden. Das heißt, wir passen gut aufeinander auf und freuen uns immer sehr auf unsere gemeinsamen Drehtage. Ein Glücksfall.“ Diese persönliche Verbundenheit spiegelt sich auch in ihrer Chemie vor der Kamera wider.
Drogenmissbrauch im Tatort-Fall
Der neue Tatort-Fall Sashimi spezial dreht sich um Drogenmissbrauch und den illegalen Verkauf von Betäubungsmitteln, die über Sushi-Bestellungen an Kunden geliefert werden. Dieses Thema berührt auch Ulrike Folkerts persönlich, da sie selbst Erfahrungen mit weichen Drogen gemacht hat. Sie gesteht: „Mir ist das Kiffen nie bekommen, also war ich ganz schnell wieder weg davon und bin entsprechend vorsichtig, was irgendwelche anderen Drogen betrifft. Es reizt mich nicht.“
Persönliche Haltung zu Drogen
Für Folkerts stellt sich die Frage, welchen Nutzen Drogen überhaupt haben. Sie fragt: „Bin ich dann freier, lustiger, ist die Welt dann bunter und netter? Ich gehe lieber tanzen und habe ein super Gefühl dabei und eine Menge Spaß.“ Trotz ihrer eigenen negativen Erfahrungen befürwortet sie die Legalisierung weicher Drogen. Sie argumentiert: „Alles, was man heimlich tut und was verboten ist, ist oft viel reizvoller. Von daher ist die Legalisierung ‚weicher‘ Drogen vielleicht von Vorteil.“
Die Besetzung des neuen Tatorts
Neben Ulrike Folkerts und Lisa Bitter umfasst die Besetzung des neuen Falls Sashimi spezial weitere bekannte Gesichter: Camill Jammal (40), Rabea Lüthi (29), Leonard Kunz (34), Ali Reza Ahmadi (20) und Antje Traue (45). Gemeinsam ermitteln sie in einem komplexen Fall, der nicht nur kriminelle Machenschaften, sondern auch persönliche Konflikte zwischen den Kommissarinnen aufdeckt.
Der Tatort Sashimi spezial läuft am Sonntag um 20:15 Uhr in der ARD und verspricht spannende Unterhaltung mit tiefgründigen Charakterentwicklungen und gesellschaftlich relevanten Themen.



