In Altentreptow wird es am 1. Mai wieder knattern. Hunderte Oldtimerfans stellen ihre fahrbaren Untersätze aus. Als Höhepunkt tritt DDR-Sängerin Petra Zieger auf. Im Interview spricht sie über ihre Erinnerungen an den Osten und ihr erstes Auto.
Petra Zieger in Altentreptow
Die Sängerin war schon einmal in der Stadt, aber das ist lange her. „In den Achtzigerjahren sind wir extrem viel getourt. Es gibt keine Stadt oder kein Dorf, wo wir nicht mal waren“, sagt sie. Sie freut sich besonders auf den Auftritt.
Das Konzertprogramm
Die Besucher können einen Querschnitt aus 45 Jahren Musik erwarten. Klassiker wie „Superfrau“, „Katzen bei Nacht“ und „Traumzeit“ sind dabei, aber auch neuere Lieder wie „Perfekt“. „Einfach einen Querschnitt wird man hören“, so Zieger.
Erstes Auto: Ein Trabi
Ihr erstes Auto war ein Trabi 600. „Ich habe auf dem Trabi fahren gelernt. Später waren es ein Wartburg und andere Autos. Jahrelang hat mich mein Trabi begleitet. In den 80ern brachte uns der Barkas mit der ganzen Band durchs Land.“ Heute fährt sie Tourbus, aber sie liebt Oldtimer. „Wenn ich diese alten Autos rieche und sehe, ist das eine Riesenfreude. Die Liebhaber bereiten sie mit so viel Liebe auf.“
Superfrau im Jahr 2026
Für Zieger braucht eine Superfrau Selbstbewusstsein, Standfestigkeit und Offenheit. „Gleichberechtigung in der Partnerschaft ist wichtig. Ich habe immer mit Männern gearbeitet, mein Mann Peter Taudte ist Bandleader. Ich habe meine Eigenständigkeit bewahrt. Als Frontfrau in der Minderheit zu sein, erfordert Kraft.“
Keep on rocking
Ihr Motto lautet: „Weiter rocken. Egal wie die Lage im Land ist. Ich freue mich über jede Live-Begegnung und dass die Menschen an deutscher Musik dranbleiben. Mein Song ‚Perfekt‘ sagt: Wir sind nicht perfekt, aber wir zeigen, was in uns steckt, und das ist perfekt.“
Programm und Ausfahrt
Neben Hunderten Oldtimern gibt es Kinderprogramm und eine Ausfahrt. Organisator Peer Utech sagt: „Die Route ist dieselbe wie im Vorjahr.“ Von 11 bis 12 Uhr ist Altentreptow verkehrstechnisch dicht. Autofahrer auf der L35 aus Richtung Klempenow oder Neubrandenburg müssen warten. Die Ausfahrt führt auf drei Kilometern im Kreis, Start und Ende am Klosterberg.
Utech erwartet tausende Besucher. Helfer sind der Bauhof, die freiwillige Feuerwehr und Schüler. Der Handballverein Altentreptow sorgt für Verpflegung.



