Hollywood-Flair kehrt nach Raguhn zurück: HBO Max dreht Serie in historischer Kulisse
Ein Hauch von Hollywood weht erneut durch die Straßen von Raguhn. Genau 70 Jahre nach den legendären Dreharbeiten zu „Die Abenteuer des Till Ulenspiegel“ mit Gerard Philipe im Jahr 1956 laufen in der Siedlung Raguhn-West wieder die Kameras. Diesmal ist es der internationale Streamingdienst HBO Max, der die idyllische Kulisse für eine neue Produktion nutzt.
Von Till Ulenspiegel zum Struwwelpeter: Eine Filmgeschichte wiederholt sich
Im Sommer 1956 stand Raguhn buchstäblich Kopf, als der französische Filmstar Gerard Philipe für die Hauptrolle in dem Kinofilm anreiste. Die Bewohner erlebten damals ein einzigartiges Spektakel, das sich nun in modernisierter Form wiederholt. „Das ist schon mal etwas Besonderes. Das erlebst du doch sonst nie. Und das alles hier bei uns“, schwärmt Detlef Treff, ein Anwohner aus Raguhn-West, der in diesen Tagen einen Platz in der ersten Reihe hat.
Während damals klassisches Kino im Fokus stand, dreht sich die aktuelle Produktion um eine Serie für den Streamingmarkt. Das Projekt behandelt die Figur des Struwwelpeters und verspricht eine zeitgemäße Adaption des bekannten Kinderbuchs. Die Siedlung Raguhn-West dient dabei als zentrale Filmkulisse, wobei die besondere Atmosphäre des Ortes mit Nebelschwaden im Sonnenschein und Schnee bei milden Temperaturen optimal genutzt wird.
Ein Ort mit filmischer Tradition: Raguhn-West als Drehort
Die Wahl fiel nicht zufällig auf Raguhn. Die Siedlung bietet mit ihrer architektonischen Struktur und ländlichen Umgebung ideale Voraussetzungen für Filmproduktionen. Schon 1956 bewies der Ort seine Eignung als Drehort, was HBO Max nun erneut bestätigt. Das Gewusel der Filmcrew, die aufwendigen Kulissen und die professionelle Ausstattung verwandeln Teile der Siedlung in eine lebendige Filmset, berichten Augenzeugen.
Für die lokale Bevölkerung bedeutet dies nicht nur eine Attraktion, sondern auch eine Wertschätzung ihrer Heimat. Viele Bewohner verfolgen das Geschehen mit großer Begeisterung und erinnern sich an die historischen Dreharbeiten vor sieben Jahrzehnten. Die Rückkehr des Films nach Raguhn unterstreicht die anhaltende Bedeutung regionaler Drehorte für die internationale Film- und Serienproduktion.



