Die Kunststadt Güstrow wird zum zentralen Ausstellungsort für die 36. Landesweite Kunstschau. Bis zum 12. Juli werden verschiedene Plätze der Barlachstadt bespielt, und es wird ein reichhaltiges Rahmenprogramm geboten. Hauptort ist die Wollhalle.
Lebensräume im Fokus
50 Mitglieder des Künstlerbundes MV stellen ab dem 10. Mai ihre Werke aus. Die Schau trägt den augenzwinkernden Titel „Hochstapeln“. Im Mittelpunkt steht das „Spannungsfeld von Identität und Raum sowie die Beobachtung, dass Lebensräume durch Erinnerungen, Erwartungen und Bedeutungen entstehen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Künstlerbundes. Präsentiert werden künstlerische Positionen, die „bestehende Raumordnungen und Machtverhältnisse befragen, Wahrnehmung schärfen und alternative Lesarten von Raum eröffnen“.
Teilnehmende Künstler sind unter anderem Broder Burow, Bernd Engler, Thomas Häntzschel, Anne Hille, Bernd Kommnick und Josef A. Kutschera. Die Vernissage findet am kommenden Sonntag um 11 Uhr sowohl im Ernst-Barlach-Theater als auch in der Galerie Wollhalle statt.
Reiches Rahmenprogramm
Um 15 Uhr gilt es dann, die Performance „Das Versprechen“ mit dem Künstler Hundrich in der Gertrudenkapelle zu erleben, wo während der gesamten Ausstellungszeit die Beziehung von Außen- und Innenraum durch Kunstwerke aufgezeigt wird. Zeitgleich findet im Ernst-Barlach-Museum die Performance „Gegenwert“ mit Dirk Battin und seinem Sohn statt.
Am Samstag, dem 16. Mai, bietet Robert Günther einen kostenlosen Experimentier-Workshop für Schüler ab Klasse 10 und Erwachsene in der Wollhalle an. Er heißt „Vom Raum zur Räumlichkeit“. Um eine Anmeldung unter [email protected] wird gebeten.
Einen interdisziplinären Abend mit einer Führung von Magdalena Schulz-Ohm, Leiterin der Barlach-Museen, gibt es am Samstag, den 20. Juni, ab 18 Uhr in der Gertrudenkapelle unter dem Motto: „Gertrudenkapelle im Wandel: Raum – Geschichte – Intervention“. Dazu kann man die Performance „Soft Resistance“ von Marina Konovalova (Bewegung) und Sascha Sauerborn (Sound) erleben sowie einem Gespräch mit den Beteiligten folgen.
Des Weiteren gibt es eine Kuratorinnenführung mit Maryna Streltsova, Leiterin von Kulturprojekten am Deutsch-Ukrainischen Zentrum Rostock, und teilnehmenden Künstlern am Sonntag, 24. Mai, Sonntag, 7. Juni, und Samstag, 4. Juli, jeweils um 12 Uhr in der Wollhalle sowie um 15 Uhr in der Gertrudenkapelle.
Zur Midissage von „Hochstapeln“ mit einer Katalogpräsentation wird am Sonntag, 14. Juni, um 15 Uhr in die Wollhalle eingeladen.
Die Kunstschau endet am 12. Juli mit einer Finissage und Podiumsdiskussion unter dem Motto „Baukultur zwischen Anspruch und Realität: Wer gestaltet unseren Raum – und für wen?“ um 14 Uhr in der Wollhalle. Um 16 Uhr schließt sich an diesem Tag ein Rundgang durch die Ausstellung mit Maryna Streltsova und Magdalena Schulz-Ohm in der Gertrudenkapelle an.



