Comic-Workshop in Anklam: Nasen zeigen keine Emotionen
Comic-Workshop: Nasen zeigen keine Emotionen

Die Kinderbibliothek Anklam hat es geschafft, den bekannten Comic-Autor Patrick Wirbeleit nach Vorpommern zu holen. In einem Workshop an der Evangelischen Schule Peeneburg zeigte er den Kindern, wie man Gesichtsausdrücke malt und welche Symbole dafür verwendet werden können.

Gefühle zeichnen: Mehr als nur Herzen in den Augen

Hat man tatsächlich kleine Herzen in den Augen, wenn man verliebt ist? Patrick Wirbeleit beugt sich hinunter und lässt sich von einigen Kindern der Biber-Lerngruppe tief in die Augen blicken. Herzen sehen sie dort nicht. Wie aber zeichnet man ein Gesicht, das Gefühle wie Liebe, Trauer oder Angst ausdrücken soll? Unter anderem darum ging es am Montag bei einem Workshop im Rahmen des bundesweiten Gratis-Comic-Tages.

Organisation und Hintergrund

Organisiert wurde der Workshop erstmals in Anklam von der Kinderbibliothek Anklam, gemeinsam mit der Peeneburg und der Stadtbibliothek Altentreptow. Annett Hempel von der Kinderbibliothek freute sich besonders darüber, dass sie dafür den Comic-Autor und -Zeichner Patrick Wirbeleit nach Vorpommern holen konnte. Der dürfte vielen Kindern kein Unbekannter sein, denn er hat bereits an rund 70 Büchern als Texter oder Zeichner mitgearbeitet, die auch in der Bibliothek ausgeliehen werden können und bei den Kindern sehr beliebt sind. Darunter sind auch etliche der kleinen Pixi-Bücher, die in vielen Haushalten mit Kindern zu finden sind.

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Tipps vom Profi

Bei dem Workshop in der Peeneburg erklärte der Fachmann den Kindern der Lerngruppen Biber und Wölfe, worauf man achten sollte, wenn man selbst einen Comic machen möchte und wie eine Bildgeschichte mit Sprechblasen entsteht. Zunächst müsse man sich eine Geschichte ausdenken, die erzählt werden soll, und beschreiben, was, wann, wo und mit wem passiert. Dann würde ein Zeichner zunächst Skizzen anfertigen und wenn es gut geworden ist, sogenannte Reinzeichnungen und das Ganze mit Farbe versehen. Wenn es schnell geht, könnte ein Comic-Buch mit 80 Seiten in einem halben Jahr fertig sein. Aber auch ein Jahr Arbeitszeit sei nicht ungewöhnlich, berichtete Patrick Wirbeleit.

Kinder werden selbst aktiv

Dann waren die Kinder gefragt, um sich an verschiedenen Gesichtsausdrücken auszuprobieren und mit den entsprechenden Symbolen wie Herzen, Blitzen oder Glühlampen zu verzieren. Sie malten Gesichter mit den Mundwinkeln nach oben oder unten, mit großen oder zusammengekniffenen Augen. Die Nase blieb dabei außen vor. Denn mit ihr können keine Gefühle ausgedrückt werden, wie Patrick Wirbeleit mit einer schauspielerischen Einlage eindrucksvoll demonstrierte.

Zum Ende des Workshops gab es kostenfreie Comic-Pakete im Rahmen des Aktionstags für die Schüler, die sich nun weiter mit dem Thema Comic beschäftigen werden. Am Nachmittag fand zusätzlich ein offener Comic-Workshop in der Stadtbibliothek Altentreptow statt, wie Annett Hempel berichtete. Die Aktion wurde durch eine Spende der GWA und des Fördervereins der Peeneburg ermöglicht.

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