Chinesisches Neujahr: Diese Tabus könnten Ihr Glück für das Feuer-Pferde-Jahr vertreiben
Chinesisches Neujahr: Tabus, die Ihr Glück vertreiben könnten

Chinesisches Neujahr: Wenn Traditionen über Glück und Wohlstand entscheiden

Am 17. Februar beginnt das chinesische Neujahr, diesmal das Jahr des Feuer-Pferdes, und für Millionen Menschen im chinesischen Kulturraum startet damit die bedeutendste Zeit des Jahres. Der Neujahrstag nach dem traditionellen Lunisolarkalender markiert nicht nur einen Kalenderwechsel, sondern steht ganz im Zeichen von Familie, Neubeginn und der Hoffnung auf Glück, Gesundheit und Wohlstand für die kommenden Monate.

Tabus, die das Glück schützen sollen

Während große Festessen, rote Geldumschläge und Familienzusammenkünfte positive Rituale darstellen, existieren parallel zahlreiche Tabus, die vermeintlich Unglück abwenden sollen. Diese Regeln erheben zwar keinen wissenschaftlichen Anspruch, werden aber von vielen aus Respekt vor der Tradition beachtet.

Haare nicht waschen: Eines der bekanntesten Tabus verbietet das Haarewaschen am Neujahrstag, da dabei symbolisch Glück und Wohlstand "weggewaschen" werden könnten. Zusätzlich verstärkt wird dieses Verbot durch die sprachliche Ähnlichkeit zwischen dem chinesischen Wort für Haar und dem Begriff für Reichtum.

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Kein Putzen oder Aufräumen: Auch das Fegen, Wäschewaschen und Müllhinausbringen sollte vermieden werden, da dabei sinnbildlich Glück, Reichtum und positive Energie aus dem Haus entfernt werden könnten.

Weitere wichtige Verbote am Neujahrstag

  • Keine Haare schneiden: Schneidwerkzeuge sollten möglichst gemieden werden, da Schneiden für Trennung, Streit und das "Abschneiden" von Wohlstand steht.
  • Negative Sprache vermeiden: Begriffe rund um Tod, Krankheit, Verlust oder Unglück sollten nicht benutzt werden, um diese Themen nicht sprachlich ins neue Jahr "einzuladen".
  • Keine Streitigkeiten: Vor allem mit Kindern sollte nicht gestritten oder geschimpft werden, da dies als schlechtes Omen für das Familienklima im neuen Jahr gilt.
  • Finanzielle Zurückhaltung: Weder Geld leihen noch Schulden aggressiv eintreiben, da sonst finanzielle Probleme im kommenden Jahr drohen sollen.
  • Tränen vermeiden: Weinen am ersten Tag wird symbolisch mit Traurigkeit und schwierigeren Phasen in den kommenden Monaten verknüpft.

Symbolische Handlungen mit großer Bedeutung

Besondere Vorsicht gilt auch beim Umgang mit Gegenständen und bei der Kleiderwahl. Zerbrochenes Geschirr oder Glas wird mit Unglück, Trennung und Streit assoziiert, daher achtet man darauf, nichts kaputtgehen zu lassen. Schwarze oder weiße Kleidung sollte vermieden werden, da beide Farben traditionell mit Trauer und Beerdigungen verbunden sind und deshalb als unpassend für ein Fest des Neubeginns gelten.

Ein weiteres wichtiges Ritual betrifft die Öffnung von Türen und Fenstern. Viele Familien lassen diese zeitweise offen, damit Glück und gutes Chi ins Haus kommen können. Dauerhaftes Verschließen gilt hingegen als hinderlich für den Energiefluss.

Traditionen im Wandel der Zeit

Welche dieser Tabus tatsächlich beachtet werden, hängt stark von Region, Generation und persönlicher Haltung ab. In modernen Städten konzentrieren sich viele vor allem auf zentrale Symbole wie das Familienessen oder die roten Umschläge. Andere Regeln werden flexibler ausgelegt oder ganz ignoriert.

Für viele Menschen zählt heute weniger die strikte Einhaltung jedes Details als das Gefühl, mit einem bewussten, hoffnungsvollen und respektvollen Ritual ins neue Jahr zu gehen. Die Traditionen zum chinesischen Neujahr befinden sich somit in einem stetigen Wandel, bei dem alte Bräuche mit modernen Lebensrealitäten in Einklang gebracht werden.

Das Jahr des Feuer-Pferdes beginnt mit einer Mischung aus festen Traditionen und individuellen Interpretationen, wobei der gemeinsame Nenner die Hoffnung auf ein glückliches und erfolgreiches Jahr bleibt. Die Tabus, ob streng befolgt oder symbolisch verstanden, dienen letztlich diesem übergeordneten Ziel: einem guten Start in die nächsten zwölf Monate.

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